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Mühlhausen-Ehingen Hotel voller skurriler Gäste

05.01.2012


Schon das Bühnenbild in knalligem Pink sticht ins Auge, der Titel „Unter Bademänteln – eine Posse in Plüschpantoffeln“ lässt so einiges erahnen. Die Theaterspieler des Männergesangvereins Ehingen haben sich voll auf das Stück eingestellt – sechs Bademäntel werden im Einsatz sein, weitere Utensilien sprechen für sich.

Schon das Bühnenbild in knalligem Pink sticht ins Auge, der Titel „Unter Bademänteln – eine Posse in Plüschpantoffeln“ lässt so einiges erahnen. Die Theaterspieler des Männergesangvereins Ehingen haben sich voll auf das Stück eingestellt – sechs Bademäntel werden im Einsatz sein, weitere Utensilien sprechen für sich. Auch Fritz Schoch spielt mit, obwohl er eigentlich in diesem Jahr nur Regie führen wollte. An seinen Fingern glitzern falsche Brillianten und auch das Armband der Uhr ist knackig pink. „Wenn ich schon beim Lesen lachen muss, dann ist das Stück gut.“ Dazu sei die Rolle des tuntigen Hotelbesitzers wie für ihn gemacht, Fritz Schoch verrät: „So eine extravagante Figur wollte ich schon immer mal spielen.“

In seinem 29. Stück hat er als Chef des Hauses sonderbare Gäste einquartiert. Eine Gräfin mit Verfolgungswahn (Ulrike Kliebsch), die „Mama Mia“ (Irmgard Docktor) und die junge „Miss Fitness“ (Monika Nadj). Alle drei sind zum ersten Mal dabei, altbewährt im Team spielt Bernadette Heizmann den Männer mordenden Vamp. Als feuriger Italiener sorgt auch Sven Honold mit dafür, dass es im Kurhotel statt Fango-Packungen Eifersuchtsdramen gibt. Und dann wird auch noch ein wertvolles Collier gestohlen. Gut, dass Kommissar Brutalsky (Romano da Rin) mit dem erotischen Schnurrbart auftaucht.

Zu all diesen skurrilen Gestalten gesellt sich noch das Ehepaar Maibohm – er fühlt sich wohl, aber als seine misstrauische Ehefrau ihm nachspioniert, ist es vorbei mit der Entspannung. Karlheinz Löffel mimt den prolligen Ehemann, ein Casanova ohne Erfahrung, und sagt schmunzelnd: „Die Rolle ist mir auf den Leib geschrieben.“ Auch er gehört zur alten Garde der Spieler, zum 20. Mal steht er auf der Bühne. Für Beate Enz-Kraus ist es das 31. Theaterstück, und auch für sie passt die Rolle seiner nervigen Gattin: „Ich hab gern das Zepter in der Hand.“

Seit über 60 Jahren führt der MGV Ehingen Theaterstücke auf, nicht der Tradition entspricht in diesem Jahr die Bewirtung der Gäste: Zu beiden Aufführungen am 7. Januar um 19.30 Uhr und am 8. Januar um 14 Uhr werden statt Wienerle und Wurstbrötle „Theaterteller“ serviert.


Die Theaterspieler
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