Moos Gemeinde ist weiter auf gutem Weg
Bürgermeister Peter Kessler bei seiner Neujahrsansprache im voll besetzten Bürgerhaus in Moos. Er sieht die Entwicklung der Gemeinde auf einem positiven Weg. Bild: Gerald Jarausch
Die Tatsache, dass die Gemeinde Moos in den vergangenen Jahren als weitestgehend schuldenfrei bezeichnet werden konnte, ist nicht zuletzt ein Verdienst des Bürgermeisters Peter Kessler. Sein behutsamer Umgang mit dem Geld war sicherlich auch ein Grund zur Wiederwahl. Im zurückliegenden Jahr war nach Aussage von Peter Kessler erneut der oberste Grundsatz, dass „dem Wünschbaren stets das Machbare gegenübersteht“, wie er jetzt in seiner Rede während des Neujahrsempfangs im Mooser Bürgerhaus am Sonntag erklärte.
Trotz der zahlreichen Ereignisse in der Welt und im öffentlichen Leben, die eher die Fragilität von Sicherheit veranschaulichen – man denke nur an Fukushima, den arabischen Frühling und die Euroschwäche – sieht man sich in Moos auf einem guten Weg. Die aktuellen Wegmarken und Finanzen geben durchaus ein derartiges Zeugnis ab. Im Baugebiet Eichweg gehen die Grundstücke weg wie warme Semmeln, das lang ersehnte Feuerwehrhaus wird in diesem Frühjahr eingeweiht, der Kunstrasenplatz ist saniert und man denkt in der Gemeinde wieder oder immer noch an eine Sporthalle. Ob die tatsächlich noch einmal Wirklichkeit wird, hängt einzig und allein von den Finanzen ab. Zumindest für das laufende Jahr erwartet man in den Kommunen dank dem Höhenflug der deutschen Konjunktur einen warmen Geldsegen. Trotz der stagnierenden Gewerbesteuereinnahmen auf einem niedrigen Niveau ist Moos derzeit schuldenfrei und besitzt eine Rücklage von einer dreiviertel Million Euro.
Ein weiteres Plus der Gemeinde Moos ist laut Aussage von Peter Kessler das Gemeinwesen. „Die Erkenntnis, dass keiner für sich allein lebt, wird hier bei uns praktisch spürbar“, so eine seiner Feststellungen. Die vielen ehrenamtlich engagierten Bürger in Vereinen, der Feuerwehr und anderen Institutionen erhielten daher auch sein ausdrückliches Lob für ihr Wirken.
Was die Menschen zu solchen Dingen bewegt, war das Thema der Neujahrsansprache von Manfred Bock. Der Vorsitzende des Tennisclubs Moos und Geschäftsführer einer Unternehmensberatung hielt einen Vortrag über den „Mythos Motivation“. Nach seiner Erfahrung und Meinung können Menschen praktisch durch gar nichts motiviert werden. „Motivation muss von innen kommen“, so seine Erkenntnis. Anreize wie Lob, Geld oder die Androhung von Strafen sind laut Bock nicht geeignet, Menschen zu etwas zu bewegen. „Es braucht keine Anreize, wenn die Tätigkeit selbst zur Motivation wird“, ließ er die Zuhörer im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses wissen. Mit Beispielen aus dem Alltag unterfütterte er seine Ansichten. Ein weiteres Beispiel, hat er durch eigenes Wirken beigesteuert. Angesichts seiner Aussagen war es interessant zu erfahren, dass der Unternehmensberater auf die Bitte des Bürgermeisters, die Neujahrsansprache zu halten, danach fragte, was er denn für die Leistung erhalte. Manchmal gehen Theorie und Praxis offenbar ein wenig auseinander.
