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Kultur See Kurzporträt Markus Brenner

04.03.2009
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White Cube, Blackbox und Pipi in Hellblau – Markus Brenner versetzt einen Konsumtempel in einen Farbrausch. Für zweieinhalb Wochen verwandelt der Konstanzer das „Lago“ zur Kunstmeile. Der Licht-, Video- und Installationskünstler hat auf drei Etagen fast alle Werbung unsichtbar gemacht, durch 400 Quadratmeter Farbfolie, 270 Quadratmeter Stoff, Lichtpausen und High-Tech-Strahler ersetzt. Das Ergebnis: ein großer Kunsterlebnisraum in ungewohntem Kontext, weit weg von Museumsschweigen und „Nicht-Berühren“-Schildern. So haben die Konstanzer das Einkaufszentrum an der Bodanstraße noch nie gesehen. Fünf Installationen insgesamt gibt es. Der 45-Jährige war an der Expo 02 beteiligt, blickt auf zahlreiche internationale Ausstellungen zurück. Mit Licht-Installationen zum Seenachtsfest und seinen „Fischen in Badekleidern“ fand er auch außerhalb der Kunstszene viel Beachtung. Dass sich ein Künstler wie er in ein Einkaufszentrum wagt, ist ungewöhnlich. Brenners Bedingungen dafür waren: Keine Logos, Plakate, Wäscheständer in Reichweite der Kunst. Schaufenster mussten abgeklebt werden und Folien, Stoffen, Lampen weichen. (jb)

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