Und als neuer Geschäftsführer des Bodenseefestivals (diese Aufgabe teilt er sich künftig mit Winfried Neumann) wertet er Konstanz als Festival-Stadt auf. Denn neben dem Konzert des SWR-Orchesters ist auch das Konzert mit dem Geiger Gidon Kremer und der Südwestdeutschen Philharmonie Programmpunkt des Bodenseefestivals. Riem hat dafür seine Beziehungen als ehemaliger Manager von Gidon Kremer spielen lassen. Und über diese Verbindung kommt auch Kremers Orchester, die Kremerata Baltica, im April 2011 nach Kreuzlingen, wo das Konzert das Kreuzlinger Abo attraktiver machen soll – bislang verkaufen sich die Konzerte dort nicht sehr gut.
Der Cellist Gavriel Lipkind war Einspringer bei einem Side-an-Side-Konzert im Juli 2009 und dabei so erfolgreich, dass die Philharmonie ihn als Solist von Dvoraks Cellokonzert wieder eingeladen hat. Er kommt im November. Außerdem steht Beethovens 7. Symphonie auf dem Programm. Christiane Iven, vielen als Sopranistin der Staatsoper Stuttgart ein Begriff, singt im Dezember Richard Strauss' „Vier letzte Lieder“.
Daneben erklingt Brahms' 4. Symphonie. „Winterträume“ titelt das Programm im Januar. Zu hören sind Tschaikowskys 1. Symphonie sowie Werke von Jean Sibelius. Als Solist wurde auf Anregung des Konstanzer Ex-OB Horst Eickmeyer der junge norwegische Geiger Henning Kraggerud eingeladen. Mit Alexander Melnikov ist im Februar ein bedeutender russischer Pianist zu hören, der Tschaikowskys 1. Klavierkonzert spielt. Die Regio-Note bringt der Konstanzer Saxophonist Bernd Konrad ins Programm, dessen „Ritt über den Bodensee“ die Philharmonie uraufführt.
Zweiter Versuch mit Richard Strauss' „Tod und Verklärung“ im März: Das Konzert mit dem Pianisten George-Emmanuel Lazaridis (Brahms, 2. Klavierkonzert) hätte bereits vergangenen März stattfinden sollen, konnte aber aufgrund des Konzilumbaus nicht stattfinden. Den Endspurt der Saison bestreitet die renommierte Geigerin Isabelle van Keulen mit Beethovens Violinkonzert. Der japanische Dirigent Tatsuya Shimono, den Florian Riem dem Publikum besonders ans Herz legt, dirigiert außerdem Charles Ives' 2. Symphonie. Im Mai nochmal ein Wiedersehen: Der Pianist Herbert Schuch war im Januar für den erkrankten Lukas Vondracek eingesprungen und hat mit seinem Mozart das Publikum verzaubert. Nun kehrt er – wiederum mit Mozart – zurück. Freuen darf man sich außerdem auf Schuberts 5. Symphonie und Strauss' „Rosenkavalier“-Suite. Ergänzt wird das Abo-Angebot durch verschiedene Sonderkonzerte, darunter Händels „Messias“ mit dem Schleswig-Holstein Festival Chor (16. Dezember) oder das beliebte Fasnachtskonzert.
Es werden verschiedene Abos mit acht, sechs oder vier Konzerten angeboten. Wer Abonnent ist oder jetzt wird, erhält auf alle weiteren Konzerte, für die er bis zu m 31. August Karten bestellt, je 10 Euro Ermäßigung. Abo-Büro: Tel. 07531/900-816
