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Kreis Konstanz Von der Spree an den See

07.02.2012


Die Konstanzer Arbeitsagentur wirbt in anderen Bundesländern um Gastronomie-Fachkräfte. Allein zurzeit sind rund 200 freie Stellen gemeldet – vom Chefkoch bis zum Zimmermädchen. Betriebe suchen händeringend Personal und tun sich immer schwerer Stellen zu besetzten.

– Der Blick des Betrachters schweift über die Wiese mit gelb-roten Tulpen und über die blaue Wasserfläche in Richtung Alpengipfel. Das Frühjahr ist da. Die Konstanzer Agentur für Arbeit nutzt die Aufnahme vom Bodensee in diesen Tagen für eine weitreichende Werbeaktion. Es geht um die Akquirierung von Arbeitskräften für Gastronomie und Hotellerie am Bodensee. „Elbe, Oder, Spree? Warum nicht Bodensee!“ Dieser Appell soll Fachkräfte und Ausbildungswillige nach Konstanz, Bodman-Ludwigshafen, Meersburg oder Überlingen locken, um hier ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Es gebe keine Arbeitsagentur und kein Jobcenter im Osten Deutschlands, in dem das Werbeplakat nicht ausgehängt werde, sagen Tobias Käser und Siegbert Hahn. Die beiden Arbeitsvermittler im Arbeitgeberservice der Konstanzer Agentur richten einigen Ehrgeiz darauf, die Personalbedarfslücke in der Hotel- und Gaststättenbranche am Bodensee zu schließen. Willkommen ist die ganze Bandbreite der Tätigkeitsfelder, „vom Chefkoch bis zum Zimmermädchen“, sagt Tobias Käser. 400 Plakate hat die Arbeitsagentur drucken lassen. 300 entfalten bereits Wirkung in anderen Bundesländern, so hoffen die Arbeitsvermittler. Rund 500 Hotel- und Gastronomiebetriebe vom westlichen Bodensee melden der Arbeitsagentur, die den Landkreis Konstanz und Teile des Bodenseekreises betreut, regelmäßig ihren Bedarf. Derzeit sind etwa 200 freie Stellen registriert. Fest steht laut Arbeitsagentur-Sprecher Sascha Hain: „Die Betriebe haben immer größere Schwierigkeiten bei der Personalsuche, viele Stellen bleiben leider unbesetzt.

“ Ein Handikap für Beschäftigte in der Branche ist, dass viele Betriebe zumindest einen Teil des Personals nur in der Tourismussaison von Frühjahr bis Herbst benötigen. Um mehr Kontinuität in die Beschäftigungssituation zu bekommen, müsse man versuchen, die Saison zu verlängern, sagt Arbeitsvermittler Siegbert Hahn. Initiativen in diese Richtung gibt es auf anderer Ebene auch vom Tourismus-Marketing.

Um Stellensuchende und Arbeitgeber aus der Gastronomiebranche zusammenzubringen, veranstaltet die Agentur für Arbeit unter dem Motto „Topf sucht Deckel“ Ende Februar in Konstanz eine Jobbörse ausschließlich für Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe. Die „Topf sucht Deckel“-Börse soll gemeinsame Plattform für Arbeitgeber und Bewerber bei der Personal- und Jobsuche sein, um gezielt offene Stellen mit geeignetem Personal besetzen zu können.

Hier präsentieren sich zahlreiche Hotel- und Gastronomiebetriebe. Jobsuchende können sich informieren, Kontakte knüpfen oder gar ein Probearbeiten vereinbaren. Auch auf dem Ausbildungsmarkt rühren die Vermittler der Agentur die Werbetrommel für Gastronomieberufe.

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