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Kreis Konstanz Schatz im Bodensee

Am 12. Februar 1864 wurde der als ältester Dampfer Europas geltende Schaufelraddampfer „Jura“ auf einer Kursfahrt nach Konstanz vom Romanshorner Dampfer „Stadt Zürich“ vor Bottighofen gerammt. Er sank innerhalb von vier Minuten. Ein Matrose verlor dabei sein Leben. Dies war eine der größten Tragödien in der Geschichte der Schifffahrt auf dem Bodensee. Der gleiche Schweizer Dampfer hatte 1861 bereits das bayrische Dampfschiff „Ludwig I“ vor Rorschach versenkt.

1964 wurde das Wrack von Berufstauchern, die nach einem im zweiten Weltkrieg abgestürzten Flugzeug gesucht hatten, bei Bottighofen in 40 Metern Tiefe gefunden. Seither ist die „Jura“ Souvenirjägern und Vandalen ausgesetzt.

Im Dezember 2004 hat die Thurgauer Regierung auf Betreiben der Thurgauer Stiftung zur Rettung der „Jura“ das formalrechtlich herrenlose Schiff unter Schutz gestellt. Dadurch soll die „Jura“ als kulturhistorisches Objekt vor weiterer Beschädigung und Plünderung bewahrt werden. Verantwortlich ist das Thurgauer Amt für Archäologie, das Dritten die Untersuchung und gegebenenfalls die Bergung der „Jura“ gestatten darf. (db)

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