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Konstanz-Litzelstetten Ortstermin in der Hagelzone

29.05.2009
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Am Tag zwei nach dem schweren Hagelschlag wurden die Schäden in der Landwirtschaft ein Fall für die Politik. Auf dem Bodanrück machte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann ein Bild von der Lage. Er sieht einige Möglichkeiten, die Existenzkrise der betroffenen Landwirte abzumildern.

Konstanz-Litzelstetten – Mit einer so raschen Reaktion hatte der Litzelstetter Obstbauer Thomas Romer wohl nicht gerechnet. Am Mittwoch schilderte er, wie das Unwetter vom Dienstag die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte machte; verbunden mit dem Wunsch, dass die akute Not auch die Politiker interessieren möge. Bereits am Donnerstagmorgen – nach Lektüre des Berichts im SÜDKURIER vom selben Tag über Romers Situation – stellte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann auf dem Litzelstetter Obsthof vor, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

„Ich bin nicht gekommen, um etwas zu versprechen, aber ich kann 100 Prozent Arbeitseinsatz zusagen“, signalisierte der Wahlkreisabgeordnete. Auf der Besichtigungstour schritt Hoffmann anschließend am Litzelstetter Purren durch die Johannisbeer- und Stachelbeerkulturen vom Thomas Romer.

Seinen Eindruck von der Wirkung des Hagelsturms beschrieb Hoffmann so: „Das sieht aus, als ob die Sträucher von Maschinengewehrsalven getroffen worden wären.“ Etwas später vermittelte der Litzelstetter Landwirt Siegfried Stumpf in seiner Kirsch-Plantage dem Abgeordneten eine weitere plastische Momentaufnahme vom krassen Ausmaß der Hagelschäden. Auch hier fällt die Ernte in diesem Jahr aus. Stumpfs Buchhaldenhof baut auf fünf Hektar Fläche Obstkulturen an. Nach dem Hagelschlag fehlten nun die Einnahmen eines ganzen Jahres, klagte der Landwirt.

Der Landtagsabgeordnete Hoffmann sieht für die so in Existenznot geratenen Obstbauern kleine Rettungsanker. Er verwies auf die Möglichkeit des Finanzamtes, Steuervorauszahlungen zu senken oder zu stunden. Des Weiteren könne die Landesregierung die Vergabe von Krediten oder Bürgschaften prüfen. Ob das Land kurzfristig eine Notfallhilfe gewährt, ist derzeit noch offen.

Einig zeigten sich Politiker und Obstbauern beim Ortstermin in der Hagelzone in der Einschätzung, dass die extremen Wetterlagen in der Bodenseeregion zunehmen. „Das macht mir Angst“, bekannte Thomas Romer. Der Landespolitiker Hoffmann kam zu dem Schluss, dass der Schutz der Anbaukulturen durch Hagelnetze immer wichtiger werde. An der Bedeutung der Landwirtschaft in der Region ließ er keinen Zweifel: „Wenn wir die Erzeuger nicht hätten, hätten wir auch diese Landschaft nicht.“ Am heutigen Freitag wird sich übrigens der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk am östlichen Bodenseeufer über die Unwetterschäden informieren.


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