Von acht Uhr morgens bis 15 Uhr ging auf den Bahnstrecken Singen-Radolfzell und Singen-Schaffhausen nichts mehr. Bäume waren aufgrund des starken Schneefalls auf die Gleise und Oberleitungen gestürzt. Die Bahn kam nicht hinterher mit den Räumarbeiten. Nach langer Wartezeit wurden Ersatzbusse bestellt. Zwischen Konstanz und Radolfzell gab es kaum Probleme, dafür war die Strecke Radolfzell-Singen aber über sieben Stunden lang gesperrt. Um 15 Uhr fuhr der erste Seehas von Singen in Richtung Konstanz wieder normal. Um von Konstanz nach Singen zu kommen, mussten die Fahrgäste jedoch bis 17.30 Uhr in Radolfzell auf Ersatzbusse umsteigen. Zum Feierabend lief der Zugverkehr wieder normal. Die Bahnstrecke Singen-Schaffhausen war ab 15 Uhr befahrbar. Alles zu den Blockaden auf den Hegau-Bahnstrecken finden Sie .
SÜDKURIER-Redakteur Georg Becker kommentiert die Situation .
Auf der Internetseite der Bahn können aktuelle Fahrpläne und Streckensperrungen in der ganzen Region abgerufen werden:
http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/dn
Die Situation sei schwierig gewesen, so ein Bahnsprecher aus Stuttgart. Während der Hauptverkehrszeit seien viele Busse im Einsatz gewesen, weswegen Wartezeiten auf Ersatzbusse nicht zu vermeiden gewesen seien. Es gebe für solche Fälle eine Liste von Unternehmen, die angefordert werden. Viele Fahrgäste beschwerten sich, weil sie sich schlecht informiert fühlten. Der Stuttgarter Bahnsprecher beschwichtigt: An größeren Bahnhöfen seien Mitarbeiter vor Ort gewesen und es habe keine Probleme gegeben. An kleineren Bahnhöfen könne man zwar Ansagen machen, hier sei aber die Schadensbeseitigung wichtiger gewesen.
Wie Singener Fahrgäste die Situation erlebten lesen Sie .
SÜDKURIER-Redakteur Moritz Oehl war am Donnerstagmorgen von Konstanz nach Singen unterwegs, 1,5 Stunden lang.
Hier schildert er seine Eindrücke
Schwerer Unfall auf B 313
Wie die Polizei Konstanz mitteilt, kam es auf der Bundesstraße 313 zwischen Meßkirch und Stockach gegen 7.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Zwei Insassen wurden dabei schwer verletzt. Der Unfall erreignete sich um 7.30 Uhr. Dabei stießen auf der Bundesstraße 313 zwei Autos frontal zusammen. Auf der schneebedeckten Fahrbahn war ein 38-jähriger Mann ins Schleudern geraten. Eine entgegenkommende Autofahrerin, die in Richtung Meßkirch unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen. Die 41-Jährige wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Stockach aus ihrem völlig demolierten Fahrzeug befreit werden. Der 38-jährige Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen. Die Bundesstraße musste mehrere Stunden gesperrt werden. Der Sachschaden beläuft sich, so die Polizei, auf rund 10.000 Euro. Die Bundesstraße musste deshalb komplett gesperrt werden, ist seit dem späten Vormittag aber wieder offen.
Bilder und weitere Informationen zum schweren Unfall finden Sie .
50 Einsätze im Kreis Konstanz
Ansonsten kam es bislang zu keinen schweren Unfällen im Kreisgebiet, so die Polizei. Die Einsatzkräfte der Polizei waren trotzdem erheblich gefordert. Innerhalb weniger Stunden mussten sie wegen des frühen Wintereinbruchs mehr als fünfzig Mal zu Verkehrsbehinderungen und kleineren Karambolagen ausrücken.
Kreisforstamt warnt: Lebensgefahr im Wald
Das Kreisforstamt warnt davor, die Wälder im Kreis Konstanz zu betreten. Wer das tue, setze sich einem extremen Risiko aus und schwebe in Lebensgefahr. Der frühzeitige Wintereinbruch hat nach ersten Einschätzungen des Kreisforstamtes im Landratsamt Konstanz den Landkreis in den Waldungen überraschend und hart getroffen. So sind in den Hochlagen um Engen, Tengen, jedoch auch im Stockacher Hinterland bei leichten Minustemperaturen bis zu 20 Zentimeter Nassschnee zu verzeichnen.
Mehr zu den Gefahren im Wald gibt es hier.
