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Kreis Konstanz Neue Zeit an Hauptschulen

29.06.2010


Landkreis Konstanz – Die beruflichen Schulen und die Hauptschulen werden ab dem kommenden Schuljahr mit der Einführung der Werkrealschule noch enger kooperieren.

Die Einführung der Werkrealschule bringt für die jetzigen Siebtklässler einige Änderungen mit sich, über die die Schulen am 30. Juni bei einer Veranstaltung Schüler und Eltern informieren möchten.

14 Hauptschulen im Landkreis Konstanz werden ab dem kommenden Schuljahr zur Werkrealschule. Die anderen 17 Hauptschulen werden aufgrund zu geringer Schülerzahlen weiterhin Hauptschule bleiben. Dennoch müssen alle Schüler in der achten und neunten Klasse ein berufsorientiertes Wahlpflichtfach wählen. „Natur und Technik“, „Gesundheit und Soziales“ oder „Wirtschaft und Informationstechnik“ stehen hier mit je zwei Wochenstunden zur Wahl. Bis Mitte Juli müssen die betroffenen rund 800 Siebtklässler nun entscheiden, welches Wahlpflichtfach sie bevorzugen.

Bessere Berufsorientierung

Der geschäftsführende Schulleiter der beruflichen Schulen im Landkreis, Manfred Hensler und Schulamtsdirektor Victor Schellinger, unterstrichen bei einem Gespräch mit dem SÜDKURIER, dass die damit verbundene enge Kooperation zwischen Werkrealschulen und beruflichen Schulen für die Schüler größere Chancen zur Berufsorientierung bietet. Beim Infoabend werden die Schüler auch Gelegenheit haben, die Werkstätten in den Berufsschulen zu besichtigen.
Außerdem werden die Berufsorientierungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit für die Klassen 7 bis 9 der Werkrealschulen dargestellt.

„Die gewählten Profilfächer werden im kommenden Schuljahr in den achten Klassen immer dienstags nachmittags unterrichtet“, so Schellinger. Schüler, die in Hauptschulen gehen, werden das gewählte Profilfach möglicherweise an einer anderen Schule besuchen müssen. In der Klasse 10 werden die Schüler in der Werkrealschule dann an zwei Tagen in der beruflichen Schule 15 Wochenstunden in Fächern der beruflichen Grundbildung unterrichtet und die Kernkompetenzfächer (21 Wochenstunden) an der Werkrealschule. Somit werden die Schüler früher an die Möglichkeiten der zweijährigen Berufsfachschule herangeführt oder werden leichter den Einstieg in einen Ausbildungsberuf finden. „Wir sehen einen großen Gewinn in dieser neuen Schulart“, sind sich Hensler und Schellinger einig. In jedem Fall wird es für die Schulen ein organisatorischer Kraftakt.

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