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Kreis Konstanz Müssen nach dem Katamaran-Unfall Regeln geändert werden?

Segler-Verbände und Fährebetreiber reagieren auf das Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft zum Katamaran-Unfall.

Werden in der Folge des Katamaran-Unfalls auf dem Obersee Regeln geändert, um den Schiffsverkehr sicherer zu machen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Interessenvertretungen der Segler sowie die Katamaran-Reederei in Stellungnahmen nach Bekanntgabe des Ermittlungsergebnisses der Staatsanwaltschaft.

Am 12. August war der Katamaran Constanze, ein Fährschiff, das auf der Linie Konstanz Friedrichshafen verkehrt, auf dem Obersee vor Hagnau mit einer Segeljacht kollidiert. Das Segelschiff brach auseinander und sank. Die beiden Segler konnten gerettet werden. In der Folge des Unfalls ermittelte die Staatsanwaltschaft Konstanz. Sie sieht den Katamaran-Schiffsführer als verantwortlich für den Unfall an und beantragte einen Strafbefehl gegen den Mann. "Wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung" (nicht wie irrtümlich berichtet wegen gefährlicher Körperverletzung) soll der Mann nun 3600 Euro Geldstrafe zahlen.

Der Bodensee-Segler-Verband (BSVb) sieht weiteren Handlungsbedarf. Es gehe darum, Maßnahmen zu ergreifen, dass solche Unfälle in Zukunft verhindert werden können, stellte BSVb-Sprecher Hans Dieter Möhlhenrich fest. Dazu zähle zu überprüfen, ob die in der wasserrechtlichen Erlaubnis für den Katamaran-Betrieb auferlegten Sicherheitsauflagen ausreichen, eingehalten werden und ob auch das vorgeschriebene qualifizierte Personal eingesetzt werde. Der BSVb will am Donnerstag über das Thema beraten. Auch der Segler-Verband Baden-Württemberg fordert Konsequenzen. „Es müssen Auflagen her, die solche Fahrlässigkeit zumindest technisch unterbinden“, sagte Vorsitzender Reinhard Heinl.

Die Katamaran-Reederei verweist darauf, dass die Katamarane bis zu dem Unfall im vergangenen August elf Jahre unfallfrei unterwegs waren. "Das spricht für die technischen Systeme und die Umsicht der Schiffsführer", stellte Sprecher Sebastian Dix fest. Man nehme den Unfall aber ernst und werde mit den zuständigen Behörden erörtern, was man besser machen könne.

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