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Konstanz Landratsamt zum Schiffsunfall: Katamaran hat alle Auflagen eingehalten

Das Landratsamt Konstanz sieht nach dem schweren Schiffsunfall vom vergangenen August keinen Grund für Regeländerungen.

Die wasserrechtliche Erlaubnis für den Katamaran-Fährbetrieb zwischen Konstanz und Friedrichshafen wird nicht verschärft. In Reaktion auf den Schiffsunfall vom August 2016 werde es keine Regeländerungen für den Katamaran geben, so informierte am Donnerstag das Landratsamt Konstanz. Am 12. August vergangenen Jahres hatte der Katamaran Constanze vor Hagnau eine Segeljacht gerammt. Das Segelschiff war auseinandergebrochen und gesunken, die Besatzung wurde aus dem Wasser gerettet.

Die Entscheidung, auf strengere Regeln zu verzichten, sei nach eingehender Prüfung der Lage erfolgt, so heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Die Staatsanwaltschaft habe menschliches Versagen des Katamaran-Schiffsführers als Unfallursache festgestellt. Zum Zeitpunkt der Kollision habe die Reederei "alle geltenden Auflagen und Bedingungen der wasserrechtlichen Erlaubnis eingehalten". Selbst unter Berücksichtigung der Auflagen und Bedingungen der ursprünglichen Fassung der wasserrechtlichen Erlaubnis hätte der Unfall nicht verhindert werden können. Die ursprüngliche Forderung, wonach der Führerstand der Fährschiffe jeweils mit zwei Schiffsführern besetzt sein muss, galt laut Landratsamt "ausschließlich bei Dunkelheit im Schnellfahrbereich und bei Wetterlagen, in denen die Sicht beeinträchtigt ist. "Da zum Unfallzeitpunkt am frühen Abend jedoch gute Sichtverhältnisse herrschten, hätte somit keine Pflicht zur Doppelbesetzung mit zwei Schiffsführern bestanden", so schreibt das Landratsamt in seiner Begründung.

Darüber hinaus stellten die Prüfer aus dem Umweltdezernat des Landratsamts heraus: "Die Katamaran-Fähren sind nach dem Stand der Technik ausgestattet und werden im Vergleich zu anderen Fahrgast- beziehungsweise Linienschiffen bereits mit einem überdurchschnittlich hohen Sicherheitsstandard betrieben." Dies sei von der Schifffahrtsbehörde und der Wasserschutzpolizei nochmals bestätigt worden. Der Schiffsunfall vom 12. August 2016 hat immer noch anhaltende Diskussionen ausgelöst. Damals hätte der Katamaran ausweichen müssen. Die Segeljacht besaß das Vorfahrtsrecht.

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