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Kreis Konstanz Landkreis sorgt sich um Gesundheit

13.02.2012


Kommunale Konferenz sucht Schwerpunkte. Gesundheitsstrategie unterstützt regionale Projekte. Fünf Arbeitsgruppen für fünf regionale Schwerpunkt-Krankheiten gegründet.

– Die Erkenntnis ist nicht neu und dennoch entmutigend: Der gesundheitliche Zustand unserer Gesellschaft ist maßgeblich von Bewegungsmangel und Überernährung geprägt. Auch psychische und chronische Krankheiten belasten verstärkt den Alltag vieler Bürger. Das Land will sich diesen Herausforderungen mit der Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg stellen. Das Konzept zur nachhaltigen Förderung von Gesundheit und damit auch zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts soll vor allem auf Kreisebene umgesetzt werden.

Aus diesem Grund hat der Landkreis Konstanz den Startschuss zur kommunalen Gesundheitskonferenz gegeben. Im Landratsamt diskutierten Vertreter aus Gesundheit, Bildung und Wirtschaft über regionale Bedürfnisse und gesundheitliche Probleme. „Die Aufarbeitung der Gesundheitsstrategie erfolgt kommunal. Hier müssen wir konstruktiv zusammenarbeiten, strukturell Probleme evaluieren und Strategien entwickeln“, erklärte Erwin Lenz vom Gesundheitsamt. Immerhin kann der Landkreis auf wichtige Netzwerke wie die Stabstellen beim Sozialdezernat zurückgreifen. Neu ist jedoch, dass der Aufbau von der Landesregierung unterstützt wird.

Thema der ersten Gesundheitskonferenz war die Bestätigung des Vorsitzenden, Landrat Frank Hämmerle, die Verabschiedung einer Geschäftsordnung sowie der Einstieg in die Bedarfsanalyse und Themenfindung. Nach zweieinhalb Stunden Diskussion waren die regionalen Schwerpunkte dann auch gesetzt: Demenz, Brustkrebs- und Herzkreislauferkrankungen bei Frauen, betriebliches Gesundheitsmanagement, hausärztliche Versorgung sowie Kinder- und Jugendgesundheit. Erwin Lenz: „Diese Schwerpunkte haben wir aus offiziellen Zahlen und eigener Erfahrung zusammengestellt.“

Fünf Arbeitsgruppen werden bis Herbst überprüfen, inwiefern diese Krankheiten eine besondere Relevanz für die Region haben. Je nach Handlungsbedarf sollen anschließend Strategien zur nachhaltigen Problembewältigung entwickelt werden. Denn die Frage der Gesundheit sei auch eine Frage des Leistungspotenzials und damit der Wettbewerbsfähigkeit, so die Fachbereichsleiterin für Wirtschaft und Arbeit, Sonja Zeiger-Heizmann: „Es ist wichtig, eine Vernetzung zwischen medizinischen Institutionen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu schaffen. Denn Gesundheit fördert auch den Wirtschaftsstandort.“

Ziel der Konferenz ist es, für die Bevölkerung vor Ort ein umfassendes und effizientes Gesundheitsangebot zu schaffen, um gerade auch den einzelnen Patienten zu unterstützen. Landrat Hämmerle: „Wir haben intensiv und breit, aber auch konstruktiv diskutiert. Es ist eine spannende Geschichte, aber auch eine riesige Aufgabe.“

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