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Kreis Konstanz Ehec-Keime: Baden im Bodensee ist ungefährlich

22.06.2011


Viele Schwimmer sind verunsichert, weil das Ehec-Bakterium immer wieder in Gewässern gefunden wurden. Nicht so im Bodensee: Hier kann der Badespaß ungetrübt sein.

Am Dienstag herrschte im Mettnau-Strandband ein frühsommerlicher Betrieb: 150 Gäste verteilten sich auf Wasser und Liegewiese, um den mit 21 Grad bereits angenehmen Bodensee zu genießen. "Wir haben keine Probleme",  meldet Perihan Stein, die mit ihrer Familie das Strandbad auf der beliebten Halbinsel hinter Radolfzell betreibt.

Die Wasserqualität sei in Ordnung, vom Gesundheitsamt sei es so bescheinigt worden. Dieses entnimmt alle zwei Wochen eine Probe und untersucht die Tropfen. Und die Einschwemmung von Ehec-Keimen, die theoretisch denkbar wäre? „Bei uns kein Thema“, sagt Frau Stein, bevor sie sich wieder um den sommerlichen Betrieb kümmert.

Keine Gefahr in den Seen

Wie auf der Mettnau bei Radolfzell verhält es sich in anderen offenen Naturbädern oder Weihern im Südwesten: Das Ehec-Bakterium spielt zum momentanen Zeitpunkt im größten Binnengewässer des Landes keine Rolle. Das bestätigt auch das Sozialministerium, das die Informationen zu Ehec täglich bündelt. „Eine Gefährdung in Schwimmbädern und Naturseen ist nicht wahrscheinlich“, sagt Ministeriums-Sprecher Helmut Zorell. Man könne also ungeniert in Seen und Teiche eintauchen, soweit keine Warnung vorliegt. Für den Bodensee ist das nicht der Fall. Der Badespaß kann deshalb ungetrübt sein.

Das einzige Fragezeichen für saubere Verhältnisse sind jene Menschen, die infiziert sind und dennoch baden. „Es wäre erst dann eine Problem, wenn Menschen, die Ehec-infiziert sind, schwimmen gehen“, sagt Zorell. Der Mensch ist also der unsichere Faktor – nicht das Wasser. Das Ministerium appelliert deshalb an den gesunden Menschenverstand: „Leute mit Durchfall sollten nicht zum Baden gehen. Aber das versteht sich ohnehin von selbst.“

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