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Kreis Konstanz Arzneimittel-Forscher treffen sich

Wie beeinflussen sich gleichzeitig eingenommene Medikamente gegenseitig? Fachleute aus aller Welt diskutierten das auf der Höri

Die Organisatoren und Referenten des prominent besetzten Workshops im Gruppenbild (von links): Uwe Fuhr, Andrew Parkinson, Oliver von Richter,  Isabelle Ragueneau-Majlessi, Hartmut Derendorf, Amin Rostami-Hodjegan  und Robert Hermann.
Die Organisatoren und Referenten des prominent besetzten Workshops im Gruppenbild (von links): Uwe Fuhr, Andrew Parkinson, Oliver von Richter, Isabelle Ragueneau-Majlessi, Hartmut Derendorf, Amin Rostami-Hodjegan und Robert Hermann.

Prominente Spitzenforscher unter sich: Ein internationaler Workshop mit Experten aus der Pharmazeutischen Industrie, der Wissenschaft und internationalen Arzneimittelbehörden zum Thema der „Arzneimittelwechselwirkungen” ging im Tagungszentrum Schloss Marbach über die Bühne.

Das Problem: Ältere Patienten müssen oft mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. Über den sicheren Einsatz neuer Medikamente entscheiden deshalb auch ausführliche Untersuchungen von Arzneimittel-Wechselwirkungen. Die Untersuchungen sollen klären, wie sich die gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel in ihrer Wirkung und Verträglichkeit gegenseitig beeinflussen.

Mehr als 60 Experten aus USA und Europa folgten der Einladung des internationalen Organisationsteams, das auf Initiative von „cr.appliance“ dieses Expertentreffen konzipierte. „cr.appliance“, ein Beratungsunternehmen für klinische Arzneimittelentwicklung mit Sitz in Radolfzell-Möggingen, übernahm die Organisation der Veranstaltung. Robert Hermann von „cr.appliance“ sprach von einer ausgesprochen positiven Resonanz der Teilnehmer: „Das Organisationsteam kann mit dem Ergebnis des Expertentreffens sehr zufrieden sein. Wir hatten einen regen Gedankenaustausch der Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Zulassungssbehörden, wovon alle Teilnehmer profitierten.” Der Vortrag von Eva Gil Berglund gehörte sicher zu den Höhepunkten der Veranstaltung. Sie kam von der schwedischen Zulassungsbehörde MPA und stellte den neuesten Entwurf der europäischen Leitlinien zur Untersuchung von Arzneimittelwechselwirkungen vor. Die Frage, wie klinische Studien zur Untersuchung dieser von Wechselwirkungen zukünftig von Pharmaunternehmen angelegt werden sollen, um ihre Produkte in Europa zugelassen zu bekommen, stand im Mittelpunkt des Interesses.

Der Workshop mit hochkarätigen Arzneimittelexperten aus vielen Ländern unterstrich wieder einmal die Bedeutung der Pharmabranche in der Bodenseeregion. Neben den großen Pharmaunternehmen wie zum Beispiel Nycomed, Bracco und Genzyme in Konstanz, bilden weitere kleine Unternehmen sowie Pharmadienstleister in der Region einen wichtigen Wirtschaftsbereich. Auch Biolago, das Life Science Netzwerk vom Bodensee, unterstützt Initiativen, die eine Stärkung des Pharmastandorts Bodensee bewirken und war deshalb ein Co-Sponsor dieses Workshops im Schloß Marbach.

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