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suedkurier.de drückt die Daumen

27.02.2008
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Konstanz fiebert dem Finale um den Titel "Stadt der Wissenschaft" entgegen: Am Donnerstag verkündet die Jury in Jena ihre Entscheidung. Neben Konstanz stehen Oldenburg und Lübeck im Finale.

"Grenzenlos denken" - unter diesem Slogan war Konstanz im Oktober 2007 zur Wahl angetreten schaffte es promt unter die ersten Drei: "Ich hoffe, dass wir feiern können", fiebert der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank dem Ausgang des Wettbewerbs entgegen. Konstanz muss sich gegen die Mitbewerber Lübeck und Oldenburg, letztere Stadt bewirbt sich bereits zum zweiten Mal, durchsetzen. In Jena, der "Stadt der Wissenschaft 2008", werden sich drei Konkurrenten in je 30-minütigen Vorträgen präsentieren. Konstanz will mit seinem Programm die Grenzen zwischen Geistes- und Naturwissenschaftlern, Forschern und Betrieben sowie Generationen und Nationen überwinden.

Sieger erhält bis zu 250.000 Euro Preisgeld

Der Sieger des Wettbewerbs erhält ein garantiertes Preisgeld von 125.000 Euro, darüber hinaus nochmals bis zu weiteren 125.000 Euro nach einem Bonusverfahren. Der Titel wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgelobt und wurde erstmals 2005 vergeben. Die ersten Preisträger waren Bremen und Bremerhaven. Es folgten Dresden (2006), Braunschweig (2007) und Jena (2008).

Konstanz auf dem Weg zum bedeutenden Wissenschafts-Standort

Konstanz ist ein Touristenmagnet. Die 80000-Einwohner-Stadt mit ihrem mittelalterlichen Zentrum in idyllischer Lage am Bodensee zieht zahlreiche Besucher an. Der Gast erfährt aber kaum, dass sich hinter den historischen Mauern bereits seit Jahren ein Wandel vollzieht, der die Kommune aus ihrer Beschaulichkeit ins 21. Jahrhundert katapultieren soll. Denn die Stadt hat sich mit großen Schritten auf den Weg zu einem bedeutenden Standort der Wissenschaften gemacht. Bereits im September 2007 machte die Stadt bundesweit mit ihrer jungen Universität Schlagzeilen. Die vor rund 40 Jahren gegründete Campus-Hochschule wurde mit dem „Elite“-Prädikat ausgezeichnet. Schon 2006 hatte die Universität Fördergelder für einen geisteswissenschaftlichen Exzellenz-Forschungsverbund gewonnen.

Auch was die Naturwissenschaften und die Ausgründungen aus der Universität sowie aus der Hochschule für Technik, Wissenschaft und Gestaltung (HTWG/Fachhochschule) angeht, ist Konstanz seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Der ehemalige Standort der Textilindustrie mausert sich zu einem Zentrum für Neue Technologien. Im Mittelpunkt stehen dabei Solartechnik, Laser- oder Nanotechnologie sowie Biochemie. 2009 soll ein 50 Millionen Euro teures Kompetenzzentrum öffnen, das die Vernetzung von Wissenschaftlern und Unternehmern weiter voranbringt.

Entscheidung fällt am Donnerstag

Am Donnerstag entscheidet die Jury, an wen der prestigeträchtige Titel "Stadt der Wissenschaft 2009" geht. Das SÜDKURIER Medienhaus drückt der Stadt Konstanz, die er in den vergangenen Wochen auf dem Weg ins Finale mit zahlreichen Berichteten begleitete, die Daumen: "Ich bin davon überzeugt, dass von dem Wettbewerb wichtige Impulse für die Stadt und Region ausgehen werden", stellt Rainer Wiesner, Geschäftsführer des SÜDKURIER Medienhauses, fest. (sk)

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