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Konstanz Das Warnzeichen am Seerhein

12.07.2012
Konstanz -  Die Nachricht klingt nicht nur dramatisch, sie ist es auch. Centrotherm sieht die Insolvenz als letzten Weg, sich zu retten.

Nicht mehr eitel Sonnenschein: Das Solarunternehmen Centrotherm hat ewrst vor einem halben Jahr einen riesigen Neubau am Konstanzer Seerhein bezogen. Jetzt musste es die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragen.  Bild: Jörg-Peter Rau

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Dass dieses Vorgehen erfolgreich sein kann, ist vielfach bewiesen von Schiesser bis Märklin. Es kann aber auch schiefgehen, siehe Schlecker. Dennoch wäre es zu früh, jetzt den Anfang vom Ende beim bisherigen Hoffnungsträger auszurufen.

Ein Warnsignal sind die Entwicklungen bei Centrotherm dennoch. Die Wirtschaft in der Stadt ist in hohem Maße abhängig von externen Faktoren – Frankenkurs, Investorenentscheidungen, Ordnungspolitik. Die Antwort darauf kann nur lauten: Basis breiter aufstellen, Mittelstand fördern, konjunkturstabile Branchen ausloten.

So schön es wäre, in Konstanz voll auf erneuerbare Energien zu setzen: Es bleibt riskant. Sunways und Centrotherm zeigen, wie anfällig solche Unternehmen auf veränderte politische und gesellschaftliche Rahmenbedingen reagieren. Auch deshalb sollte die Stadt genau prüfen, wohin sie will.

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