Konstanz Abwege
Das Sea-Life-Maskottchen lädt zum Foto-Wettbewerb ein. Bild: Sea Life
Da die Heizung zu wenig bringe, greife mancher Mitarbeiter zum Heizlüfter. Statt Plusenergiehaus eine Energieschleuder: Das ist ein Ding! Jüngst sei die Heizung ausgefallen, da Luft ins System geraten war, bestätigt Stadtwerke-Sprecherin Silke Rockenstein. Mittlerweile funktioniere alles wieder, die Raumtemperatur sei auf 22 Grad eingestellt. Allerdings wurden auch sonst schon Heizlüfter gesichtet. Denn manchen Mitarbeitern ist es wohl zu kalt. So sind sie auf Abwege geraten, wo doch der Würfel möglichst wenig Energie verbrauchen soll. Silke Rockenstein bittet aber auch um Verständnis: Es dauere seine Zeit, bis in einem solch innovativen Neubau alles im Lot sei. Bis zur nächsten Fasnacht sollte das Unternehmen soweit sein, sonst würfeln die Narren mit viel Energie um den besten Gag zum Vorzeigehaus.
Eiswege
Der Dauerfrost ist überall ein Dauerthema. Karl-Ernst Wuttke spricht vom „Unwetter-Gejammere“. Der Chef der Seehas-Narren sagt, er lebe Gott sei Dank nun lange genug, um sich ein Urteil über die Minustemperaturen zu bilden: „Es ist einfach nur mal Winter!“ Und für den Spaß auf der Gass' kann sich der Narr entsprechend anziehen. Das haben sich auch die Mitarbeiter des Groß-Aquariums Sea Life gedacht. Sie haben ihren Plüsch-Pinguin geschnappt und auf die Eiswege am Ufer gesetzt. Das Maskottchen lädt zum Foto-Wettbewerb ein: Das Sea Life sucht Bilder von großen und kleinen Narren im Häs, die inmitten von Schnee und Eis abgelichtet sind. Wer das Foto mitbringt, kann zum halben Preis ins Haus. Dürfte alles kein Problem sein: Der Frost hält wohl bis Fasnacht.
Umwege
Eine närrische Aktion ist jetzt schon der Renner: Der Pin für den Umzug am Fasnachtssonntag ist großer Gesprächsstoff in der Stadt. Er zeigt den Hintern vom Vögele-Beck, um den sich ein Narrenspruch dreht. Erika Sabine Sautter hat sich auch über die Idee gefreut. Sie hat noch eine andere Erinnerung an den Bäcker in der „Hüetlinstroß am Eck“. Als Kind holte sie in der Kriegszeit nicht nur täglich dort das Brot, sondern war Überbringerin wertvoller Ware. Da ihre Mutter Schweizerin war, habe sie stets Bohnenkaffee zur Hand gehabt. Und den tauschte sie einfach gegen Brot ein. So kam die Tochter damals auf Umwegen zu „herrlichem, krustigen Brot“. Not macht eben erfinderisch, auch wenn das Wort Schmuggeln negativ belegt ist.
