Konstanz Wunsch nach einer sozialverträglichen Reform
14.02.2012
Warum die grün-rote Regierung die Polizei reformieren will.
Die Ziele: Das Innenministerium will bis Ostern Details bekanntgeben. Aus vier Landesdirektionen, 37 Polizeidirektionen und –präsidien sollen zwölf Präsidien werden. Bei den 150 Revieren und 360 Posten soll es dem letzten Stand zufolge bleiben. Prinzipiell soll die Präsenz der Polizei in der Fläche gestärkt werden.
Die Spekulationen: Das bisherige Prinzip „eine Direktion pro Landkreis“ steht auf dem Prüfstand. Sollte die Konstanzer Direktion mit anderen zusammengelegt werden, befürchten die Beamten und Angestellten trotz ihrer Aufgeschlossenheit der Reform gegenüber weitere Fahrwege. Großer Wunsch von ihnen ist eine sozialverträgliche Polizeireform, wie es kürzlich bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hieß.
Das Gezerre: Auch in angrenzenden Landkreisen ist die Angst groß vor einem Wegfall der Polizeidirektionen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis hat der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach eine Protestnote nach Stuttgart gesandt. Eine Sonderregelung für Oberschwaben fordern die Grünen-Landtagsabgeordneten Manfred Lucha (Ravensburg) und Martin Hahn (Überlingen). Im Kreis Tuttlingen schmiedet die SPD Allianzen. (phz)
