Er entwickelte die Prinzipien für seine Plansprache Volapük: Es gibt einen Wortstamm, meist aus dem Englischen, daraus erschließt sich eine ganze Wortfamilie über Nachsilben oder vorangestellte Buchstaben. Es gibt nur eine Konjugation und Deklination. Unregelmäßigkeiten sind ausgeschlossen. Die Sprache soll in vier Wochen erlernbar sein.
Der Mensch: Schleyer war ein hochbegabter Priester. Er konnte mehrere Sprachen, spielte nach eigenem Bekunden 22 Musikinstrumente. Seine Tagebücher von 1870 bis 1878 weisen ihn als einen wissbegierigen, vielseitig interessierten Menschen aus, der sich nicht nur mit Theologie, Pädagogik und Sprachen befasste, sondern auch mit den kleinen alltäglichen Problemen seiner „Schäfchen“ vertraut war. An einigen Stellen lässt sich ablesen, dass er in kleinen Verhältnissen aufgewachsen war. Dank seiner vielseitigen Talente konnte er ein Gymnasium besuchen.
Würdigungen von Schleyers Schaffen: In Litzelstetten erinnert die Hauptstraße an Schleyer, ebenso eine Gedenktafel am Pfarrhaus. In Konstanz trägt ein Weg seinen Namen. Noch bis zum 9. September ist in der Bayerischen Staatsbibliothek in München eine Sonderausstellung zu den beiden wichtigsten Plansprachen Volapük und Esperanto zu sehen, eine posthume Würdigung der Leistung von Johann Martin Schleyer.

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