Frau Reiser, welches Gefühl dominiert im Moment bei Ihnen?
Ich bin dankbar für mein relativ gutes Abschneiden, denn ich konnte mein Ergebnis verbessern. Aber natürlich bin ich enttäuscht.Nach dem ersten Wahlgang war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ich hatte gehofft, dass ich meinen Vorsprung auf Uli Burchardt ausbauen kann. Jetzt wünsche ich ihm alles Gute auf seinem Weg.
Was glauben Sie, warum Sie trotz Ihres großen Einsatzes die Wähler nicht mehrheitlich überzeugen konnten?
Das wird vielleicht die Analyse in den kommenden Tagen zeigen. Aber es ist interessant, dass meine Verwaltungserfahrung nicht die wahlentscheidende Rolle gespielt hat.
Waren Sie vielleicht sogar zu präsent?
Mein engagierter Wahlkampf wurde gelobt, ich erhielt überall viele anerkennende Worte. Daher kann ich Ihre Einschätzung nicht teilen.
Was nehmen Sie persönlich aus dem Wahlkampf mit?
Konstanz ist eine lebenswerte Stadt.
Aber was haben Sie persönlich bei all Ihren Terminen gelernt?
Jeder Wahlkampf ist sehr anstrengend, am Ende sind alle erschöpft.
Das war Ihr dritter Versuch, eine Wahl zu gewinnen. Werden Sie noch ein viertes Mal irgendwo antreten?
Nein, ich war dreimal zweiter Sieger, das reicht.
Hat das Wort „Konstanz“ für Sie jetzt einen schalen Beigeschmack?
Aber nein! Ich habe Konstanz lieben gelernt und werde wiederkommen. Ich hoffe, dass die Konstanzerinnen und Konstanzer mir dann einen netten Empfang bereiten.
Sie gehen nach Stuttgart zurück. Hatten Sie damit innerlich abgeschlossen?
Ich habe sehr gehofft, die Wahl zu gewinnen, aber ich habe in Stuttgart eine schöne Stelle und nette Kollegen.
Konstanz hat gewählt: Am 15. Juli 2012 waren mehr als 60.000 Wahlberechtige aufgerufen, über einen neuen Oberbürgermeister abzustimmen. Uli Burchardt setzte sich in einem spannenden Wahlkampf mit 39,1 Prozent der Stimmen durch. Kandidaten, Wahlkampf und Analysen: Lesen Sie alles Wichtige rund um die Oberbürgermeisterwahl in unserem großen Online-Extra!
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