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Konstanz Horst Frank: OB 1996 bis 2012

07.08.2012
Konstanz -  Gebürtiger Konstanzer, Rechtsanwalt, erster grüner Oberbürgermeister Deutschlands: Das ist Horst Frank.
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Person und Amt: Horst Frank, geboren am 25. März 1949 in Konstanz, machte am Suso-Gymnasium Abitur und studierte in Freiburg und München Jura. Mit seiner Frau Ute reiste er drei Jahre um die Welt, wurde dabei zu einem guten Asien-Kenner und arbeite später als Rechtsanwalt in Erfurt, wo er sich vor allem mit Rückübertragungsansprüchen beschäftigte. Am 7. Juli 1996 wurde er in seiner Heimatstadt im zweiten Wahlgang mit 10.122 Stimmen zum vierten Oberbürgermeister der Nachkriegszeit gewählt. Der Sieg wurde bundweit beachtet: Der Mann, den Freunde einst „Borschti“ nannten war der erste grüne OB Deutschlands. Am 25. Juli 2004 wurde er, ebenfalls im zweiten Wahlgang mit 11 248 Stimmen, wiedergewählt, nachdem zunächst der im bürgerlichen Lager verortete Wolfgang Vockel vorn gelegen hatte. Als OB war Frank zugleich Chef der Stadtverwaltung und Vorsitzender des 40-köpfigen Gemeinderats. Dort regierte er stets mit wechselnden Mehrheiten – auch weil sich das Kommunalparlament über die Jahre immer mehr aufsplitterte und das bürgerliche sowie das links-grüne Lager zuletzt etwa gleich stark waren.

Freunde und Feinde: Frank galt über die Jahre als Mann, der nur schwer echtes Vertrauen schenken und gewinnen konnte. Dennoch hatte er treue Wegbegleiter, darunter den heutigen FDP-Fraktionschef Heinrich Everke, mit dem er einst die Schulbank drückte. In der Fraktion der Freien Grünen Liste, aus der er oft genug schweren Gegenwind erfuhr, bekam er vor allem von Dorothee Jacobs-Krahnen Unterstützung. Einzelne Amtsleiter waren im loyal verbunden, das Verhältnis mit den vom Rat gewählten Mit-Bürgermeistern (Dezernenten) war eher schwierig. In Franks Amtszeit gaben vier Dezernenten ihr Amt auf: Ralf-Joachim Fischer und Volker Fouquet (beide Bauen, beide SPD) sowie Wilhelm Hansen und Horst Maas (Soziales, CDU). Sein wohl mächtigster Gegenspieler im Rat war SPD-Fraktionschef Jürgen Leipold. Auch Stadtrat Peter Müller-Neff (erst CDU, dann FGL) gehörte nicht gerade zu den Frank-Unterstützern.

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