Zuletzt hatte der Haupt- und Finanzausschuss im Oktober über das Thema diskutiert. Während eine Schranke am Lago abgelehnt wurde, gab es eine knappe Mehrheit für eine solche Lösung am Schnetztor.
Kritik: Nach dem Beschluss des Finanzausschusses hagelte es Kritik aus Reihen des Einzelhandels. „Sie drehen uns Händlern damit den Saft ab“, schrieb der Treffpunkt Konstanz, die Interessengemeinschaft des Konstanzer Handels, an Bürgermeister Kurt Werner und die Fraktionen. Ein provisorisches Sperrschild sei besser. „Wir müssen unsere Besucher wieder mehr wie Gäste behandeln und nicht wie Eindringlinge, denn wir leben von ihnen.“ Die Parteien reagierten teilweise. Eine Schranke sei nicht die richtige Lösung, so die CDU. Sie plädiert für den Einsatz des Ortspolizei an Stautagen am Döbele-Kreisel, eine Verbesserung der Ampelschaltung am Schnetztor und eine Sperrung der Scheffelstraße für den Durchgangsverkehr. Sie stellte den Antrag, das Thema im Technischen Ausschuss zu beraten. Die SPD verwies in einem Schreiben auf ihre grundsätzliche Haltung, im Adventsverkehr auf personellen Einsatz und nicht auf verkehrslenkende Maßnahmen wie Schranken zu setzen. Sie kann sich zudem eine Beteiligung des Handels und der Gastronomie an künftigen Maßnahmen vorstellen.
Beschluss: Die Stadtverwaltung hatte die Schranke vorgeschlagen. Nun legte sie dem Ausschuss keine ausführlichen Erläuterungen vor, sondern überließ den Räten das Sagen – was heftige Kritik hervorrief. Die Räte lehnten mit fünf zu drei Stimmen eine Schranke ab. (jos)

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