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Konstanz Was Angler für die Artenvielfalt tun

30.08.2010
Von (rin)
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Seit Jahren streiten Naturschützer und Fischer um die Frage, ob Kormorane die Fischbestände gefährden und deshalb dezimiert werden müssen. Jetzt haben sich Angler und Fischer am westlichen Bodensee zur Arbeitsgemeinschaft Fischschutz zusammen geschlossen.
1 Wer steht hinter der Gruppe?

In ihr sind Sport- und Berufsfischer organisiert, vertreten durch Werner Scheu, Radolfzell, Landesfischereiverband Baden, Joachim Mayer und Thomas Lang, Angelsportverein Konstanz, Wolfgang Ribi, Berufsfischer Ermatingen, Stefan Riebel, Berufsfischer Reichenau, Karl-Peter Kunz, Hegegemeinschaft Hegau-Aach, Urs Thaler, Angler Gottlieben.

2 Was machen Fischer und Angler für den Erhalt der Fischarten?

Sie setzen beispielsweise Jungfische ein. Der Angelsportverein Konstanz brachte gerade 5000 der Jungäschen in den Konstanzer Seerhein ein. Sie kommen aus der Fischbrutanstalt in Langenargen. Die Äsche gilt als gefährdet im Bodensee.

Die Hegegemeinschaft Hegau-Aach bringt jährlich rund 150 000 Jungfische aus. Berufsfischer geben Fischen die Möglichkeit, zu laichen, bevor sie sie fangen.

3 Was sagt die neue Kormoranverordnung?

Außerhalb von Schutzgebieten darf der Kormoran vom 16. August bis 15. März gejagt werden – auch ohne behördlicher Genehmigung. In Vogel- und Naturschutzgebiete sind Ausnahmegenehmigungen notwendig.

Der Naturschutzbund hält die Auflage für löchrig. Er kritisiert außerdem, dass die Abschusszeit teilweise in die Zeit fällt, in der die Vögel ihre Brut aufziehen. Kommen die Elternvögel um, verhungern die Jungtiere, so die Kritik.
Hintergrund Konstanz
Wenn, wenn, wenn...
Wenn der Golfstrom versiegt, friert der See zu und die Kormorane verhungern auch.
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