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Konstanz Neue Studentenwohnheime in der Chérisy: Viel zu massiv

07.12.2011


Wir sind gegen den Bau von zwei Studentenwohnheimen mit 1400 Quadratmetern Gewerbeflächen und 170 Autostellplätzen durch Privatinvestoren, weil eine Wiese, ein Bolzplatz, wertvoller Baumbestand und die Grünbrücke zwischen Gewann Häspel und Fürstenberg vernichtet werden, und die Gebäude zu einer massiven Verdichtung führen.Ein schwerwiegender Mangel ist das Fehlen eines Verkehrskonzepts für das bereits mit Fahrzeugen überlastete Quartier. Zudem gibt es keinen Schutz vor zu hohen Mietpreisen, Leerstand und Umwidmung der Wohnheime zu Wohnungseigentum, wenn Privatinvestoren ohne Subventionen bauen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass diese Wohnheime zu spät kommen für den Doppeljahrgang 2012, danach aber die Studentenzahlen stabil bleiben, und ab 2017 sogar „stark zurückgehen“ sollen.

Obwohl der bestehende Bebauungsplan keine achtgeschossige Wohnbebauung an der „Elberfeldspange“ gestattet und ein „eingeschränktes Gewerbegebiet“ vorschreibt, versucht die Stadt Konstanz diese Rechtslage mit „vorhabenbezogenen Bebauungsplänen“, zu umgehen. Als Stadträte vorschlugen das Baugebiet Weiherhof Nord zwischen Max-Stromeyerstraße und Bahnlinie für studentisches Wohnen zu reservieren, meinte Baubürgermeister Werner die Gegend sei zu laut für Wohnungen und solle für Gewerbe entwickelt werden. Stadtplaner Jerusalem sagte dazu übrigens: „Ich warne davor, hier einen strukturellen Fehlgriff vorzunehmen, nur weil das Thema studentisches Wohnen virulent ist.“

Rudy Haenel ist Rechtsanwalt und Sprecher der Initiative „Schöne Chérisy!“

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