Das Angebot: Das Studententicket kann von jedem Studenten von Uni oder HTWG Konstanz erworben werden. Es berechtigt für sechs Monate zu freien Busfahrten im Konstanzer und Kreuzlinger Netz (außer Nachtschwärmer). Inklusive ist außerdem die Benutzung der Fähre nach Meersburg und des Seehas bis Wollmatingen. Außerdem kann jeder Student, auch ohne ein Studiticket zu kaufen, nach 19 Uhr den Stadtbus nutzen.
Die Finanzierung: Es gibt ein zweistufiges Modell. Jeder der etwa 13 000 Studenten, egal ob er das Ticket später kauft oder nicht, zahlt in seinem Beitrag für das Studentenwerk Seezeit einen „Solidarbeitrag“ von 9,70 Euro, der zur Finanzierung des Tickets genutzt wird. Das Studententicket selbst kostet momentan 38 Euro für ein halbes Jahr. Während der Solidarbeitrag von allen bezahlt werden muss, ist der Kauf des eigentlichen Tickets freiwillig. Rund 7000 Studenten haben sich in diesem Semester dafür entschieden.
So machen es andere: Während das Konstanzer Studententicket mit der Gültigkeit nur in Konstanz und Kreuzlingen relativ regional ausgelegt ist, haben andere Universitätsstädte andere Modelle: In Tübingen ist die gesamte Nutzung des Verkehrsbunds Neckar-Alb-Donau (Herrenberg bis Pfullendorf, Rottweil bis vor die Tore Ulms) enthalten, dafür liegt der Sockelbeitrag bei 21 Euro und der Ticketpreis bei 53,40 Euro. In Freiburg kostet das Ticket 19 Euro Sockelbeitrag und 73 Euro für den Käufer und umfasst das Gebiet von Löffingen bis Breisach sowie von Auggen bis Herbolzheim.
So geht es weiter: Ob und in welcher Form das Studiticket fortbesteht, ist erst nach den Vollversammlungen der Studenten abzusehen. Den Anfang macht am Donnerstag die Uni. Die Termine für die Urabstimmungen stehen noch nicht fest. (fgh)
