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Konstanz Wieder ein neues Zuhause

28.01.2011


Konstanz – Nach einigen Monaten Umbauzeit ist es so weit: Das Kinderhaus Edith Stein wird Mitte Februar vorübergehend ein neues Zuhause beziehen. Die Schulkinder sind schon dort, nun folgen die Kleineren.

„Noch vor Fasnacht sind wir dann wieder komplett an einem Standort“, sagt Kinderhausleiter Thomas Kannenberg.

Nachdem das alte Kinderhaus an der Gustav-Schwab-Straße im Juni 2010 abgebrannt war, fanden die 122 Kinder und ihre Erzieher zunächst Unterschlupf im Kinderkulturzentrum Raiteberg (Kikuz). Auf Dauer war das Nebeneinander zweier Einrichtungen unter einem Dach aber zu eng. Deshalb hat die Stadt ein ehemaliges Schulhaus an der Pestalozzistraße für den Betrieb eines Kinderhauses umgerüstet. Laut Hochbauamtsleiter Johannes Kumm kosten die Arbeiten, die die Stadt Konstanz komplett übernimmt, nun rund 400 000 Euro – ursprünglich geplant waren 300 000. „Das liegt unter anderem daran, dass wir beim Herausnehmen der PVC-Böden festgestellt haben, dass sie eine Asbestschicht haben“, sagt Johannes Kumm. Auch die neuen Treppen waren teuer. „Das alte Treppenhaus hatte lange Stiegen ohne Zwischenpodest, das war für den Betrieb mit Kindern zu gefährlich“, so Kumm. Das ehemalige Schulhaus wurde auch sonst für den Betrieb mit Kindern umgerüstet: Vor die Heizungen wurden Blenden montiert, es gibt neue Kindertoiletten, mit Durchbrüchen wurden Räume auf die richtige Größe gebracht und auch eine neue Küche wurde eingebaut. „Wir möchten unser Essen wieder selbst kochen“, sagt Thomas Kannenberg. Für die Zeit im Kikuz hat die Polizei die Kinder beliefert.

Thomas Kannenberg freut sich auf den Umzug ins neue Provisorium. „Wir haben uns im Kikuz immer wohl gefühlt, aber für beide Einrichtungen ist es besser, wenn wir wieder ausziehen“, sagt der Kinderhausleiter. So kann das Kikuz sein Programm wieder ohne Rücksicht auf die Untermieter planen und das Kinderhaus Edith Stein hat ein größeres Außengelände und eine Spülküche. „Bislang müssen die Zivis das Geschirr mit dem Fahrradanhänger hin und her fahren, und das auch bei Schnee und Eis“, sagt Thomas Kannenberg. Trotzdem sei durch das Miteinander über mehrere Monate eine gute Zusammenarbeit entstanden. „Wir überlegen, wie wir sie weiterführen können“, so Kannenberg.

Das neue Kinderhaus am alten Standort soll Ende 2012 fertig sein. Das Baugesuch liegt zur Prüfung bei der Stadt. Was mit dem umgebauten Gebäude an der Pestalozzistraße nach dem Auszug des Kinderhauses geschieht, ist noch offen. Denkbar wäre eine neue Realschule, aber das Regierungspräsidium Freiburg hat dazu noch nicht Stellung bezogen. Im Haushaltsplan für 2012 stehen jedenfalls 200 000 Euro für einen Architektenwettbewerb. Diese Summe könnte bei den Haushaltsberatungen aber noch gestrichen werden.

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