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Konstanz Weg für neue Synagoge in Konstanz ist frei

18.12.2010
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Nach Lörrach und lange vor Rottweil: In Konstanz wird eine neue Synagoge gebaut. Jetzt sind alle rechtlichen Fragen geklärt, im Juni 2012 soll der 1,8 Millionen Euro teure Bau fertig sein.

Konstanz – Jetzt kann nichts mehr den Bau einer neuen Synagoge in Konstanz aufhalten: Nach einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss erhält die Israelitische Religionsgemeinschaft (IRG) Baden als Vertreterin aller Juden auch im Kreis Konstanz ein Grundstück im Herzen der Konstanzer Altstadt. Die örtliche Israelitische Kultusgemeinde hatte ein vor Jahren eingeräumtes Baurecht trotz mehrfacher Verlängerungen nicht ausgeübt. Nun soll es allerdings ganz schnell gehen. Im Februar ist der Spatenstich geplant, im Juni 2012 bereits die Eröffnung.

Wolfgang Fuhl, der Vorsitzende der IRG Baden, zeigte sich glücklich und erleichtert über den Beschluss. Auch Konstanzer Kommunalpolitiker aller Fraktionen erklärten, sie seien froh, dass nach jahrelangem Hin und Her nun eine neue Synagoge gebaut wird. Nach Lörrach ist es der zweite Synagogenbau der vergangenen Jahre in Südbaden. Als nächstes soll Rottweil, obwohl in Württemberg, an die Reihe kommen. 1,8 Millionen Euro sollen am Bodensee investiert werden – aus Mitteln der jüdischen Kirchensteuer, aber auch aus Zuschüssen der Stadt Konstanz.

Die Architektur kommt aus dem Büro, das auch in Lörrach bereits geplant hatte. Über die bisherigen Ideen des Büros Wilhelm und Hovenbitzer, das vom Oberrat beauftragt wurde, ist bisher bekannt, dass das denkmalgeschützte ehemalige Gasthaus „Anker“ erhalten wird. Dort sollen die Funktionsräume wie zwei verschiedene Küchen zur Zubereitung koscherer Speisen eingerichtet werden. Auf einem schmalen freigeräumten Grundstück nebenan entsteht die Synagoge selbst.

„Unser Motto für die neue Synagoge heißt Vielfalt in Einheit“, versprach Fuhl. Ob und wie die beiden in Konstanz bestehenden Gemeinden im Zuge des Bauprojekts zusammengeführt werden, wollte er zunächst nicht sagen. Klar ist nach den neuesten Entscheidungen aber: Die Synagoge wird der religiöse Mittelpunkt für rund 400 Juden am Bodensee und im Hegau werden. Am Kurs der Öffnung in Stadt und Region mit zahlreichen Veranstaltungen und weiteren Angeboten wolle man auf jeden Fall festhalten, erklärte Fuhl. In Lörrach sei nach dem Synagogenbau ein reiches und auch für die Angehörigen anderer Religionen bereicherndes Leben entstanden.

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@broeselbub: «Und zum Bau der Synagoge sei gesagt, Deutschland wird nie aufhören für die Kriege ...
Meine Meinung
macht endlich Schluß mit dem ganzen Kirchengehabe. Keine Institution ist so verlogen.
Nachtrag:
Von unbekannt
Danke für den link:

"Gegen den Abschluss von Staatskirchenverträgen wird ...
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