Konstanz Von der Lehre in den Kindergarten
Alexander Schaal kommt bei den Kindern gut an: Er leistet ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bruder-Klaus-Kindergarten. Bild: Hanser
Fast jeder, der einen Kindergarten besucht hat, erinnert sich noch an seine Kindergärtnerin. Die Kinder vom Bruder-Klaus-Kindergarten in Petershausen aber werden sich in einigen Jahren sicher noch an einen jungen Mann erinnern können: Alexander Schaal. Der 20-Jährige leistet derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen mit den Gemeinden St. Gebhard, St. Suso und Bruder Klaus. Dabei unterstützt er das Büro der Seelsorgeeinheit organisatorisch. Er kennt die Gegebenheiten von langjähriger Jugendarbeit in der Gemeinde St. Suso. Vier Stunden täglich aber verbringt der junge Mann im Kindergarten Bruder Klaus in der Markgrafenstraße. Dass er mit den Kindern als Mann allein mit Erzieherinnen arbeitet, ist für ihn nichts Besonderes. Für die Kinder aber sehr wohl. "Ein Mann hier tut den Kinder gut", hat die Leiterin des Kindergartens Ida Granacher beobachtet.
Alexander Schaal hat nach der Schule eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert. Währenddessen hatte er erfahren, dass sich der Zivildienst mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr ersetzen lässt. Obwohl das Jahr drei Monate länger als der Zivildienst dauert, hat sich Schaal für das so genannte "FSJ" entschieden. "Als Zivi ist man oft mit administrativen oder hauswirtschaftlichen Arbeiten betraut, im FSJ kann man oft viel selbstständiger arbeiten", hat er beobachtet. Außerdem erhalten die jungen Leute im FSJ 24 Fortbildungstage rund um Persönlichkeitsbildung sowie juristische oder pädagogische Fragen. Viele junge Leute nutzen deshalb das Jahr, um in den pädagogischen Bereich hineinzuschnuppern, damit sie sich die Berufswahl erleichtern. Für Alexander Schaal aber war von Anfang an klar: Er möchte auch nach der Arbeit in der Seelsorgeeinheit wieder in seinen erlernten Beruf zurückkehren. Obwohl er seine derzeitige Arbeit sichtlich genießt: "Das Erste, was man am Morgen sieht, ist das strahlende Lachen der Kinder. Es gibt nichts Schöneres", erzählt er. Schon jetzt hat Rita Rotzinger von der Seelsorgeeinheit zwei Zusagen für die Nachfolge von Alexander Schaal - wieder junge Männer. Bis er wieder an den Computer zurückkehrt, genießt Schaal im Kindergarten, dass er als Mann besonders gefragt ist: Fußball spielen ist derzeit schließlich besonders in.
Info im Internet: www.pro-fsj.de
