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Konstanz Vom Kloster über eine Fabrik zum Hotel

07.09.2010
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Das Inselhotel hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Am Sonntag, 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, führt Hoteldirektor Benjamin Güller durch die alten Mauern.

Konstanz – Das Inselhotel hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Am Sonntag, 12. September, dem Tag des offenen Denkmals, ist das Gebäude von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Hoteldirektor Benjamin Güller führt um 14, 15.30 und 17 Uhr durch die alten Mauern.

Gebaut wurde das Haus als Dominikanerkloster, doch diese Nutzung endete nach der Auflösung des Klosters im Jahr 1785. Rund 100 Jahre lang wurde das Gebäude dann als Textilfabrik (Indienne-Produktion) genutzt. 1873 legte eine private Aktiengesellschaft Pläne zum Umbau in ein Hotel vor. Dies passte besser zur touristischen Entdeckung der Seelandschaft. Das Hotel erhielt 200 Betten und verdrängte damit in der Wirtschaftskrise der 1870er-Jahre ein anderes Projekt: Geplant war ein Bau im Bodensee, der nun nicht mehr finanzierbar war. Teilweise wurde aber schon Gelände aufgeschüttet. Dort wurde dann der Stadtgarten angelegt.

Das Inselhotel hatte zwar immer wieder andere Eigentümer, doch die Nutzung als Hotel blieb. Besonderes Ereignis war die Gründung der Uni Konstanz im Jahr 1966. Bis 1970 nutzte die Hochschule einige Räume des Inselhotels. Die Struktur der klösterlichen Anlage ist auch heute noch gut erkennbar. Eine Besonderheit ist der Kreuzgang mit seinen 26 großen Wandmalereien. Sie stammen von 1880/90. Im Jahr 2006 begannen die Sanierungsarbeiten am Inselhotel. „Sie würdigen das Nebeneinander aus mittelalterlicher Zurückhaltung, historistischer Dekorationskunst und der Schlichtheit der 1960er-Jahre“, sagt der städtische Denkmalpfleger Frank Mienhardt.

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