Apetito gewann die europaweite Ausschreibung. Aber schon bald klagte so mancher Schüler über das Essen. Immer wieder war die Rede von matschigen Nudeln und zu kleinen Portionen. Den Eltern gefiel das „Cook & Chill“-System nicht, bei dem das Essen tiefgefroren angeliefert und in den Schulen aufgewärmt wurde. Nach der Mindestlaufzeit von zwei Jahren kündigte die Stadt auf Elterninitiative den Vertrag, ein neuer Anbieter musste her. Die Eltern wünschten sich einen höheren Bio-Anteil und Warmanlieferung des Essens. So erhielt die Firma Sodexo aus Rüsselsheim den Zuschlag. Sie verwendet Salat und Gemüse aus der Region, Backwaren und Fleisch kommen vom Großhandel. Gekocht wird in Konstanz, aber vorerst nur bis Jahresende. Bis aus wirtschaftlichen Gründen ein neuer Küchenstandort in Konstanz gefunden wird, kommt das Essen aus Singen.
Der Wechsel des Essenslieferanten hat die Zufriedenheit nur bedingt erhöht. Laut Stadtverwaltung liegt die Zahl der vorbestellten Menüs unter der Zahl bei Apetito. Auch Eltern beobachten, dass viele Schüler die Dönerbude bevorzugen. Immerhin: Seitdem Sodexo auf Wunsch einen Pasta-Point mit Nudeln und verschiedenen Saucen eingerichtet hat, ist die Zahl der Vorbestellungen gestiegen. ,,Das kommt viel besser an als das Biomenü“, sagt ein Elternvertreter. Was die Eltern für gut befinden und was ihren Kindern schmeckt, sind eben zwei Paar Stiefel. Übrigens: Um das Essen an weiteren Schulen, die vom örtlichen Klinikum beliefert werden, gibt es keine öffentliche Debatte.
