Binnen Sekunden brach am Dienstagnachmittag über Konstanz und die Reichenau das Chaos herein. Das Unwetter hinterließ eine Schneise der Verwüstung.
In Sekundenschnelle setzte gegen 16 Uhr das schwere Gewitter über der Reichenau und Konstanz ein.
Die Straßen waren innerhalb kurzer Zeit mit einem dicken Hagelteppich überzogen. Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, sodass die Straßen überflutet wurden.
Der Verkehr kam großteils zum Erliegen – auch, weil der orkanartige Wind zahlreiche Bäume umgerissen hatte und diese wichtige Verkehrsachsen blockierten. Am Sternenplatz ging nichts mehr, die Unterführung stand unter Wasser.
Der Sturm brachte auf dem Bodensee Segler in Gefahr. Die Wasserschutzpolizei musste helfen. Ein Segler wurde leicht verletzt.
Vor dem Wapo-Schiff schlug der Blitz ein
Vor dem Schiff der Reichenauer Wasserschutzpolizei schlug der Blitz in den See ein. Das verursachte im Maschinenraum einen Kabelbrand, der jedoch glimpflich ausging.
Schwere Verluste mussten Verkehrsteilnehmer hinnehmen, die gerade unterwegs waren oder deren Fahrzeuge nicht in einer schützenden Garage standen. Die murmelgroßen Hagelkörner hinterließen tiefe Dellen. An der Laube riss der Sturm einen Baum um, der auf drei geparkte Autos krachte.
Die Zufahrt zur Universität war versperrt, auf der Bundesstraße war beim Flugplatz ein Baum auf einen LKW gestürzt. Einsatzkräfte der Technischen Betriebe Konstanz, der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks waren im Dauereinsatz, um Stämme und Geäst zu beseitigen. Außerdem pumpten sie etliche mit Wasser voll gelaufene Keller leer.
140 Hilferufe gingen ein
140 Hilferufe gingen bis zum späten gestrigen Abend bei der Konstanzer Feuerwehr ein, über 100 waren es bei der Polizei. Hagel und Sturm zerstörten Hausdächer, unter anderem gingen Ziegel am Münster zu Bruch.
Konstanz