Die Investition von 4,4 Millionen Euro wird sich für das Land Baden-Württemberg schon in wenigen Jahren voll ausgezahlt haben: Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hat die Summe für ein neues Blockheizkraftwerk an der Universität am Freitag freigegeben, der Bau kann bald beginnen. Und es fließen weitere 1,7 Millionen Euro nach Konstanz: Auf dem Gießberg wird zusätzlich die Wärme-Übergabestation modernisiert. Damit geht künftig weniger Heizenergie, die bei der Stromerzeugung quasi als Abfallprodukt anfällt, verloren.
Minister Schmid wird in einer Pressemitteilung vom Freitag mit den Worten zitiert, die Ausgabe sei gerade in Zeiten knapper Kassen sinnvoll. Denn die Universität gehört im Landkreis Konstanz zu den größten Verbrauchern von Energie, und die Preise dafür werden weiter steigen. Daher hat das Land ein 50 Millionen Euro schweres Sonderprogramm für energetische Sanierungen an Landesgebäuden aufgelegt. Von der Gesamtsumme werden mehr als zwölf Prozent in Konstanz investiert.
Das Blockheizkraftwerk in Konstanz, so die Pressemitteilung weiter, produziere elektrischen Strom für den Eigenbedarf der Universität und decke gleichzeitig einen Teil des Heizwärmebedarfs. Die Energieausbeute des eingesetzten Brennstoffs gibt das baden-württembergische Umweltministerium mit 90 Prozent an, das ist rund doppelt so hoch wie bei herkömmlichen Anlagen zur Stromerzeugung. Mit den eingesparten Betriebskosten rentiert sich die Investition bereits innerhalb von vier Jahren.
Weil die Wärme zusätzlich mit geringeren Verlusten als bisher in die Uni-Gebäude übertragen wird – moderne Umwälzpumpen und Regelungstechnik machen es möglich – können pro Jahr 1 700 Megawattstunden Wärmeenergie und 200 Megawattstunden Strom gespart werden. Macht am Ende eine um 1,4 Millionen Euro pro Jahr niedrigere Stromrechnung und eine Absenkung des jährlichen Ausstoß von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO) um 1040 Tonnen.
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