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Konstanz Uni Konstanz prüft Promotion

31.03.2011
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Es war ein dicker Umschlag, der in der Poststelle der Universität ankam und dann prompt ans Prüfungsamt weitergeleitet wurde. Der brisante Inhalt: Teile einer Doktorarbeit aus dem Jahr 2008, dazu eine Reihe von gleich- oder ähnlichlautenden Vergleichstexten und ein Anschreiben.

Dr. Veronica Saß, die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), habe demnach in ihrer Doktorarbeit in erheblichem Umfang abgeschrieben und die Quellen nicht kenntlich gemacht. Woher der Umschlag kam und auf wen die Vorwürfe konkret gemünzt waren, will die Sprecherin der Universität mit Verweis auf den Datenschutz nicht bestätigen. Aber Julia Wandt sagt: „Es war kein anonymes Schreiben.“

Nach zuverlässigen Quellen, anderen Medienberichten und Recherchen der Internetseite vroniplag.de soll Saß in ihrer 383 Seiten umfassenden Doktorarbeit zum Thema „Regulierung im Mobilfunk“ auf 52 Seiten fremde Inhalte ohne Quellenangabe übernommen haben. Abzüglich Inhaltsverzeichnis und Anhängen ist dies der Webseite zufolge ein Anteil von knapp 15 Prozent. Die Quellen sind demnach Zeitungsartikel oder Texte im Internet-Lexikon Wikipedia, aber auch ein Diskussionspapier der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Die Doktorarbeit ist im Internet in Teilen öffentlich einsehbar. Ein Stichproben-Vergleich mit einem Skript der Universität Rostock zeigt, dass es zumindest eine identische Passage gibt. Auf Anfrage unserer Redaktion wollte Saß, die als Rechtanwältin in München tätig ist, zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen.

Sprecherin Wandt machte deutlich, dass die Konstanzer Universität in Sachen wissenschaftliche Redlichkeit eine klare Linie verfolge. Die Vorwürfe – die ersten seit der Guttenberg-Affäre, die an die Universität gerichtet worden seien – wurden demnach unverzüglich dem zuständigen Promotionsausschuss vorgelegt. Dieser habe „mit einer umfassenden Prüfung der Arbeit begonnen“, auch das ist ein Hinweis, dass die Vorwürfe ernst genommen werden. Die Person, die die Doktorarbeit geschrieben habe, sei aufgefordert worden, sich zu den „für die Entscheidung erheblichen Tatsachen“ zu äußern. Die Frist dafür, so Wandt am Mittwoch weiter, sei noch nicht abgelaufen.

Informiert hat die Universität auch ihre eigene Kommission „Verantwortung in der Wissenschaft“. Sie soll Unehrlichkeiten in der wissenschaftlichen Arbeit bekämpfen. Gehört werden überdies die Gutachter der Universität, die die Doktorarbeit hatten durchgehen lassen. Beide sind Juraprofessoren, einer ist inzwischen an einer anderen Hochschule tätig. Wann der Promotionsausschuss abschließend entscheidet, ist laut Universität noch offen.


Die Universität Konstanz und Plagiate
Uni Konstanz prüft Plagiats-Vorwürfe gegen Stoibers Tochter
Wen juckts...
Wen interessiert denn heut zu Tage noch ein Doktortitel, die Mediziner mal ausgenommen.
????
ääääh,äh,äääh,ääääh..der Apfel fällt nicht weit :)
gell Eddi :)
...
Ein Plagiat ist kein Fehler, sondern Betrug!
Fehler findet man vermutlich in vielen ...
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