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Konstanz Umzüge und närrischer Waldspaziergang

Startschuss für Fasnacht am Dreikönigstag. Buntes Treiben in Altstadt und im Wollmatinger Wald.

Mit Umzügen und einem tollem Treiben im Wald eröffnen mehrere Gruppen am Dreikönigstag des 6. Januars die schwäbisch-alemannische Fasnacht in Konstanz. Sie halten sich an den Traditionstermin für den Fasnachtsauftakt im süddeutschen Raum. Andere Gruppen hatten schon am 11.11. den Auftakt zum närrischen Treiben.

Die Schneckenbürgler Schneeschreck und die Wollmatinger Riedhexen fallen bei jedem Wetter ab 17 Uhr in den Wollmatinger Wald ein. Treffpunkt für Neugierige ist auf dem Parkplatz der Geschwister-Scholl-Schule. Auf sie wartet ein kleines Waldabenteuer. Denn sie sind zum Gang durch den Wald eingeladen. Damit es nicht zu gruselig wird, können sie Fackeln erwerben. Um 17.30 Uhr setzt sich der närrische Lindwurm in Bewegung, musikalisch angeführt durch die Gruppe Extreme. Auf dem Weg durch den Wald ist mit Überraschungen zu rechnen. Am Grillplatz in der Uni-Kurve lodert ein Feuer, an dem die Riedhexen ihren mystischen Tanz aufführen und die Clownkapelle der Schneckenburg spielt. Aber Achtung! Nicht vergessen! Auch die Schneeschreck sind noch im Wald! Wer alle närrischen Attacken gut überstanden hat, kann sich bei Glühwein, Punsch und Wurst stärken.

Die Alt-Konstanzer Hansele rufen in der Altstadt die Fasnacht aus, und ein großer Teil der maskentragenden Zünfte beteiligt sich. Im Häs, aber noch ohne Maske treffen sie sich um 18 Uhr am Schnetztor zum Umzug. An der Spitze gehen die Konstanzer Nachtwächter, gefolgt vom Ratsherren der Alt-Konstanzer Hansele. Neben dem Fanfarenzug der Blätzlebuebe begleitet auch der Fanfarenzug der Konstanzer Frichtle das närrische Treiben. Am Kaiserbrunnen auf der Marktstätte untermalen Fahnenschwinger der Freien Blätz sowie der Niederburg sowie die Fanfarenzüge der beiden Gruppen das erste Aufrufen sowie die Zeremonie zum Abstauben der Masken. Das zweite Ausrufen folgt auf dem Obermarkt, gefolgt von Texten mit Spitzen auf die Lokalpolitik. Zum Abschluss spielen die Laugelefuchser aus Radolfzell.


Ein Brauch seit dem Mittelalter

Der Termin: Für die Narren gelten zwei Startermine in die Fasnacht. Die Saalfasnacht und karnevalistisch geprägte Vereine starten am 11.11. Die schwäbisch-alemannische Fasnacht wartet den Dreikönigstag und damit das Ende der Weihnachtszeit ab. Das Ausrufen zu diesem Termin ist Brauch seit dem Mittelalter. Die Alt-Konstanzer Hansele ließen ihn 1982 wieder aufleben. Sie lehnen sich dabei an ein Ratsprotokoll von 1388.

Der Brauch: Die Weihnachtszeit endet am 6. Januar mit dem Mittagsläuten. Dann wird das Fasnachtshäs hervorgeholt und die Maske symbolisch abgestaubt, also für neue närrische Einsätze aufpoliert. In manchen Regionen tragen die Abstauber traditionell Frack und Fliege und halten sich gegenseitig Missgeschicke des vergangenen Jahres vor. Die Alt-Konstanzer Hansele Markus Stengele und Karlheinz Alter hatten 1982 in Konstanz das Fasnachtsausrufen wiederbelebt. (rin)

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