Konstanz Umfrage: Zufriedenheit in Konstanz - Zweifel an Konzerthaus
Hier lässt sich's leben: Die große Mehrheit der Konstanzer ist mit ihrer Stadt zufrieden. Bild: rau
Konstanz – In Konstanz lässt es sich gut leben – das ist jetzt auch wissenschaftlich erwiesen. Ina Findeisen von der Universität Konstanz hat aber auch Überraschendes herausgefunden: als „Stadt mit viel Kultur“ oder als „Stadt mit guten Zukunftsaussichten“ wird Konstanz im Vergleich zur „Verkehrsreichen Stadt“ oder „Wissenschaftsstadt“ in weit geringerem Maße wahrgenommen. Überraschend auch: Im Vergleich zu einer ähnlichen Untersuchung im Jahr 2008 kommen die Sozialforscher um Professor Thomas Hinz zu dem Ergebnis, dass 2009, mitten in der Finanzkrise, deutlich mehr Menschen der Meinung sind, Konstanz sei eine „Stadt mit guten Verdienstmöglichkeiten.“
Den größten politischen Sprengstoff dürfte die abgefragte Zufriedenheit mit einzelnen Lebensbereichen bergen. Die Befragung hat ergeben, dass nur rund ein Viertel der Konstanzer mit der Regelung des Autoverkehrs, mit dem Wohnungsangebot oder den Parkmöglichkeiten in der Innenstadt zufrieden sind. Die 50-Prozent-Hürde klar übersprungen wurde dagegen in den Lebensbereichen Gestaltung der Innenstadt, öffentliche Sicherheit, Radwege, Sauberkeit öffentlicher Straßen, öffentlicher Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten, Umweltsituation und Abfallbeseitigung.
Brisant ist auch das Ergebnis der Forscher zum Thema Konzert- und Kongresshaus: Auf die Frage, wie wichtig sie dieses Thema für die Konstanzer Stadtentwicklung finden, antworteten nur noch 40 Prozent der Befragten mit „sehr wichtig“ oder „eher wichtig.“ Ein Jahr zuvor waren es noch 51 Prozent gewesen. Zugleich stieg der Anteil derer, die mit „gar nicht wichtig“ antworteten, von 24 auf 37 Prozent an. Damit gibt es fast so viele erklärte Skeptiker wie Menschen, die das Projekt für wichtig halten.
Die Befragung beginnt am 26. Juni 2009 und endet am 31.