Konstanz Ulrike Ottinger erhält Teddy-Award und Filmporträt
Die Künstlerin Ulrike Ottinger. Bild: privat
– Die aus Konstanz stammende Künstlerin Ulrike Ottinger erhält auf der diesjährigen Berlinale nicht nur den Teddy-Award, einen schwul-lesbischen Filmpreis, sondern auch ein filmisches Porträt ihres Lebenswerks.
Regisseurin des Films ist mit Brigitte Kramer ebenfalls eine gebürtige Konstanzerin. Kramer war lange Jahre Redakteurin beim ZDF im Ressort „Kleines Fernsehspiel“, von 1995 bis 1998 Filmkuratorin der Kasseler documenta und hat seit 1999 etliche Dokumentar-, Musik- und Tanzfilme produziert und inszeniert. „Ein Filmporträt über Ulrike Ottinger ist eine Herausforderung. Ihr komplexes Werk umfasst etliche Genres: Malerei, Fotografie, Theater und Film“, sagt Brigitte Kramer.
Trotzdem hat sie die Herausforderung angenommen und Ulrike Ottinger fast ein Jahr lang begleitet. „Das Besondere an diesem Künstlerporträt ist die spezielle Verbindung der Porträtierenden mit der Porträtierten. Brigitte Kramer teilt mit Ulrike Ottinger den Geburtsort Konstanz, den Bodensee, die Allgegenwart des Wassers, die Reisen in die Ferne“, heißt es in dem Pressetext zum Film. Zu der Produktion gesellt sich übrigens eine weitere Frau, die eng mit Konstanz verbunden ist – die Schauspielerin und Tatort-Kommissarin Eva Mattes wird die Stimme des Films sein. Am 15. Februar feiert der Film mit dem Titel „Ulrike Ottinger – die Nomadin vom See“ Premiere auf der Berlinale. Im Sommer soll es auch eine Konstanz-Premiere des Films geben.
Ulrike Ottinger gilt als eine der bekanntesten Künstlerinnen mit Konstanzer Wurzeln. Ihre Filme erhielten Einladungen nach Cannes, ins Museum of Modern Art (MoMA) New York und auf zahlreiche internationale Festivals. 2011 wurde Ottinger mit dem „Hannah Höch Preis“ für ihr herausragendes künstlerisches Werk in Berlin ausgezeichnet. Ein ausführlicher Bericht zum Film folgt noch.
