Mein

Kanton Thurgau Ufer soll schöner werden

22.02.2012
Schlagwörter


Der Kanton Thurgau und elf Gemeinden an See- und Rheinufer wollen die Gewässerbereiche lebenswerter machen. Dafür haben sie ein Konzept erstellt.

Der Kanton Thurgau und seine elf Gemeinden direkt an Untersee und Rhein wollen die Qualität entlang dem Gewässer nicht nur erhalten, sondern steigern. Mit einem Konzept wollen die Verantwortlichen den Erholungs- und Lebensraum nachhaltig schützen.

Keine unstrukturierte Ufernutzung mehr: So lässt sich das Konzept in aller Kürze beschreiben. Das Ufer sei einem wachsenden Nutzungsdruck ausgesetzt. Wohnbebauung, touristische Nutzung, Arbeitsstätten und Freizeitvergnügung haben vor den Landstrichen entlang dem Gewässer nicht Halt gemacht. Aus diesem Grund soll das Ufer zurück zum Ursprung geführt werden, es soll nur noch mit Bedacht genutzt werden, damit der See für künftige Generationen lebenswert bleibt. Aus diesem Anlass hat der Kanton ganz im Sinne seines Zukunftspapiers „Kantonaler Richtplan“ ein Augenmerk auf das Gewässer gelegt. An der Uferplanung partizipieren elf Gemeinden zwischen Untersee und Hochrhein, zwischen Tägerwilen und Schlatt. Um strukturiert Maßnahmen erarbeiten zu können, hat der Kanton die gesamte Uferzone in Handlungsräume unterteilt. Die Zonen sind unterteilt in die Abschnitte Siedlung, Freizeit und Sport, Wohnen am Wasser, extensive Erholung, Natur und Landschaft.

Ideen zur Qualitätssteigerung gibt es bereits: zum Beispiel die Einrichtung von Badesstellen und Restaurants am Ufer in den Gemeinden oder die Förderung der bereits vorhandenen Gastronomie; urbane Seeuferanlagen sollen geschaffen oder umgestaltet werden, durchgängige Fuß- und Radwege sollen in attraktiver Lage den See und auf dem Seerücken entlang führen, Bus-, Bahn- und Schiffshaltestelle gut platziert sein, seequerende Angebote wie die Solarfähre zwischen Diessenhofen und dem deutschen Gailingen auf der Höri verkehren.

Neben der Steigerung der Lebensqualität könnte damit laut Kanton auch mehr Attraktivität für den Tourismus sowie eine umweltgerechte Mobilität geschaffen werden. Ein weiterer Aspekt ist, abseits von Siedlungen gelegene Abschnitte zu renaturieren. Sie sollen bis zur ursprünglichen Gestaltung rückgebaut werden. Gewässer soll besser zugänglich, wertvolle Bereiche mit ihren Tier- und Pflanzenbeständen geschützt und für Bootsliegeplätze ein klarer Plan aufgestellt werden.

„Als nächster Schritt sollen weiterhin Maßnahmen direkt realisiert oder in die kommunalen Planungen übernommen werden, respektive bei übergeordneten Anliegen in den Kantonalen Richtplan Thurgau einfließen“, erklärt Jürg Dünner vom Amt für Raumplanung des Kantons Thurgau. Je nach Maßnahme liege die Federführung beim Kanton in Koordination mit der jeweiligen Gemeinde oder den Gemeinden selbst. Die Realisierung sei bei der Mehrzahl der Vorhaben Aufgabe der Kommunen. Bei der Finanzierung könnten sie, je nach Projekt, Mittel bei Bund und Kanton beantragen, erläuterte Jürg Dünner weiter.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln