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Konstanz USC fürchtet um Existenz

07.09.2012
Konstanz -  Die Zeppelin-Sporthalle bleibt nach dem Starkregen geschlossen. Die Überschwemmung hat den Boden zerstört.

Da hatten die Volleyballerinnen noch gut lachen: 2011 fand die Saisonvorbereitung des USC-Oberliga-Teams auch in der Zeppelinhalle statt. Das geht jetzt nicht mehr.  Bild: Jäckle

Hausmeister Dietmar Gröters in der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz: Nach dem starken Regen in der vergangenen Woche konnte er nur noch versuchen, das Schlimmste (Bild) zu verhindern.  Bild: Hanser

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Der USC bangt um seine Existenz: Seit dem Unwetter in der vergangenen Woche hat der Sportverein seinen sportlichen Dreh- und Angelpunkt verloren. Nach der Überschwemmung ist die Sporthalle der Zeppelin-Gewerbeschule geschlossen. Im schlimmsten Fall muss der Boden aufwändig saniert werden.

Die Hallenschließung betrifft aber nicht nur den Unabhängigen Sportclub Konstanz (USC). Schüler der Zeppelin-Gewerbeschule wie auch die zweite und dritte Basketball-Herrenmannschaften des TV Konstanz haben keine Trainings- und Spielmöglichkeiten mehr. Der sintflutartige Regen ist in das Gebäude geflossen und hat die Sportfläche, die unterhalb des Straßenniveaus liegt, unter Wasser gesetzt. Zwar hat die Konstanzer Feuerwehr es abgepumpt, zurück blieb jedoch ein bislang noch nicht ganz abschätzbarer Schaden. Die Bodenkonstruktion sei stark in Mitleidenschaft gezogen worden, sagt Karin Seidl. Die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudemanagement im Landratsamt ist für die Gebäude zuständig, Schule und Halle gehören zum Kreis. Karin Seidl muss derzeit eruieren, welche Maßnahmen für die Sporthalle ergriffen werden müssen. „Wir sind mit Firmen und der Versicherung im Gespräch“, sagte sie auf Anfrage des SÜDKURIER. Klar sei: Die Halle muss geschlossen bleiben.

Das ist insofern ein großes Problem, weil am Montag nicht nur die Schule wieder beginnt. Auch die Sportvereine nehmen nach den Sommerferien ihren Betrieb wieder auf. Zudem starten Ligaspiele, die ebenfalls in der Sporthalle ausgetragen werden. „Wir sind um eine Lösung bemüht“, sagt Karin Seidl, und der städtische Pressesprecher Walter Rügert klinkt sich ein: „Der wichtigste Betrieb soll aufrecht erhalten bleiben.“ Landratsamt und städtisches Sportamt sind eng im Gespräch, um Ausweichmöglichkeiten zu finden. Angesichts der bereits beengten Verhältnisse in den Konstanzer Sporthallen schon unter Berücksichtigung der Zeppelin-Spielfelder, ist die Suche nach Alternativen eine Herausforderung. Seit Jahren klagen die Sportvereine unablässig über den Mangel an Sportstätten.

Beim Sportunterricht für die Schüler der Zeppelin-Gewerbeschule soll kurzfristig entschieden werden, sagt Walter Rügert: Ob die Stunden bei guter Witterung auch im Freien stattfinden können. Bei der Frage nach einer Lösung für die Sportvereine rätselt der Pressesprecher schon mehr. Ihm und dem Sportamt sind die schwierigen Verhältnisse in Konstanz bekannt. Die Vereine müssten versuchen, „enger zusammenzurücken“. Für die Basketballer des TVK und die Volleyballer des USC kämen die Schänzle- und Paradieshalle infrage. Die Kapazitäten sind nahezu ausgeschöpft, was auch für die zweite Kreissporthalle an der Wessenbergschule gelte, sagt Karin Seidl. Vermutlich wird alles Mögliche versucht, dass dort zumindest Abiturienten des Technischen Gymnasiums für ihre Sportprüfung im Frühjahr trainieren können.

Auf die Solidarität anderer Sportvereine hofft auch Harald Schuster. Er hat zwei Funktionen inne: Einerseits ist er Hallenreferent des Konstanzer Stadtsportverbands und er geht am heutigen Freitag in ein Gespräch mit dem städtischen Sportamt und dem Landratsamt. Hierbei soll eben nach Alternativen für Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten gesucht werden; als erste Möglichkeiten sieht er an Wochenenden in Hallen in Dettingen und auf der Mettnau. Andererseits ist Schuster Vorsitzender des USC. „Wir stehen vor dem Aus“, sagt er. Der Club belege die Zeppelin-Halle wöchentlich mit 28 Zeiteinheiten und bilde dort vor allem Mädchen in Volleyball aus. Ohne Trainingsmöglichkeit für Ligaspiele würde dem USC die Existenzgrundlage entzogen. Schuster geht von einem so starken Wasserschaden aus, dass der Sportboden ausgetauscht werden muss. In diesem Fall rechnet er mit einem Ende der Sanierung erst nach den Herbstferien, im schlimmsten Fall zu Ostern 2013.

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