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Konstanz Turbulente Zircus-Revue begeisterte

13.02.2012
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Erfrischend anders und kurzweilig: 60 Jahre Circus Kuckuck erntete tosenden Applaus

Die Narrenzunft Kuckuck zeigte mit ihrer Zirkus-Revue, was in ihr steckt. Sie verzichtete auf lange Begrüßungs-Arien, Pausen zwischen den Nummern und einen langen Abspann. Damit erreichte sie, was sie sich vorgenommen hatte: Ein erfrischend kurzweiliges Programm mit einem facettenreichen Mix. Es beinhaltete Tanz, Akrobatik, Zauberei, Gesang und Wortjonglage und die letzte offizielle Amthandlung des scheidenden Ortsvorstehers Rudolf Riedle. Dieser gratulierte dem Verein zum 60-jährigen Bestehen und überreichte den Schlüssel für das neue Zunftdomizil. Eine exzellente Wahl hatten sie mit dem Liveorchester, den Allmannsegger Musikhornisten, getroffen. Zirkusdirektor Hubert Tscherter besang zum Teil sogar die zu erwartenden Darbietungen.

Die Kuckucks-Garde und das gemischte Ballett brachten Schwung ins Zirkuszelt und beeindruckten durch schöne Choreografien und tänzerisches Können. Das Männerballett sorgte mit Vogel-Sträußen für Lachsalven und Zugabeforderungen. Passend zum Motto gab die Einrad-Gruppe des Sportvereins Litzelstetten ihr Bestes. Der Fanfarenzug Kuckuck, der bestens aufgestellt ist, zeigte mit dem Märchen Schneewittchen und die sieben Schlümpfe einen Sketch mit Unterhaltungswert und überraschenden Pointen. Kein Geringerer als Wilhelm Tell, dessen schweizerdeutsche Wortbeiträge mit Untertiteln versehen waren, rettete mit gekonntem Tellschuss Schneewittchen vor der mörderischen Königin. Tell musste danach „nur noch kurz die Welt retten“ und gewann die neue Staffel der Supertalente, während Schneewittchen Karriere bei „Deutschland sucht den Superstar“ machte.

Karriere auf der Kuckucksbühne machen hoffentlich auch Andy Kunkel und Wolfgang Hille, die mit ihrem gesanglich-musikalisch versierten und mit trefflichen Lokalspitzen gespickten Flohzirkus Begeisterungsstürme hervorriefen. Sie würdigten die Aktionen der Flick-Floh-Truppe, darunter die geplanten Schnaken-Dinner-Fahrten mit der Solarfähre und die spendierte Geschwindigkeitsmessanlage, denn „jetzt wissen auch die Rentner im Ort, dass man auch 40 fahren darf“. Wie gut es ist, einen „Kumpel im Freiburger Regierungspräsidium zu haben“, machten sie mit der Naturschutzgebietsposse deutlich. Ferner brachen sie eine Lanze für die in Litzelstetten geschmähte Jugend und machten auf Rudolf Riedles allerletzte Amtshandlung neugierig. Er werde Litzelstetten zum Weltkulturerbe bringen. Die Reste der Pfahlbauten stünden ja schon an der Durchgangsautobahn Martin-Schleyer-Straße.

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