Auf in den Garten: Der Hagel hat auch in Privatgärten gewütet. Ihre Besitzer sollten jetzt schnell an die Aufräumarbeiten gehen. Denn verletzte Pflanzen leisten der Ausbreitung von Fäule, Schimmelpilzen oder Mehltau Vorschub, sagt Markus Zeiler, Leiter der Abteilung Park, Garten und Forst auf der Insel Mainau.
Schere mitnehmen: Der Fachmann rät, zerfetzte Pflanzenteile wegzuschneiden, also etwa geknickte Stängel und Seitentriebe. Weiter sollte der Freizeitgärtner den Pflanzenschutz mit den zugelassenen Mitteln im Auge haben. Wer seinen Baum gegen Schorf behandelt will, sollte dies unbedingt auch dann tun, wenn er keine Ernte zu erwarten hat. Ansonsten könne sich die Krankheit weiter ausbreiten.
Auf den Kompost: Pflanzen, die keine Überlebenschancen haben, gehören auf den Kompost, sagt Markus Zeiler. Dort erwärmt sich das verrottende Grün bis auf 70 Grad Celsius. Die Hitze tötet Krankheitserreger ab.
Boden lockern: Der Starkregen und der Hagel haben die Erde zur dichten Schlammmasse zusammengedrückt. Es lohnt sich, die Erde um die Pflanzen zu lockern, sagt Zeiler. Denn auch die Wurzeln von Pflanzen benötigen Luft. (rin)
