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Konstanz Tiere vergiftet - Hund überlebt dank Tierarzt

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Jungfüchse treiben sich immer wieder in der Stadt herum. Nun wurden mehrere Tiere vergiftet gefunden. | Bild: Archiv Wolff-Seybold

Konstanz (jos) Drei tote Füchse sind in Gärten im Bereich der Straße "Im Weinberg" gefunden worden. Zudem wäre eine zwei Jahre alte Hündin fast an einer Vergiftung gestorben. Der Halter der Hündin hat die Nachbarn an der Friedrichshöhe alarmiert und auf die Gefahr für Tiere hingewiesen. Er vermutet, dass ein Unbekannter Gift in der Nähe ausgelegt hat.

Hündin Ella ist nur knapp dem Tod entgangen. "Sie lag schon in Krämpfen", berichtete ihr Herrchen dem SÜDKURIER. Der Tierarzt gab dem Mischlingshund sofort ein Gegengift, das gewirkt hat. "Sie ist dabei, sich zu erholen." Der Arzt habe Gift als Ursache bestätigt, sagte der Anwohner, der selbst Mediziner ist.

Die Füchse dürften dagegen an dem Gift gestorben sein. Der Anwohner fand zunächst vor etwa drei Monaten einen toten Jungfuchs in seinem Garten. Als dann später der zweite Fuchs im Teich lag, wurde er stutzig. Zudem sei ein Jungfuchs in der Nachbarschaft verendet. Es sei ein großes Leiden für die Tiere, da das Gift langsam wirke.

Der Anwohner hat die Stadtverwaltung eingeschaltet. Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen sei aber zuständig, sagte Walter Rügert, Sprecher der Stadt Konstanz. Er bestätigte den Fund toter Füchse. Zudem habe die Polizei einen Köder gefunden, der nun untersucht werde. Wer Giftköder auslege, mache sich strafbar, sagte Walter Rügert. "Das ist kein Kavaliersdelikt." So könne dieses schwere Vergehen gegen das Tierschutzgesetz mit Geldstrafe oder Freiheitsentzug bestraft werden.

Es werde Anzeige gegen unbekannt erstattet, sagte Karl Gretsch vom Veterinäramt auf SÜDKURIER-Anfrage. Allerdings habe man keine Beweise, ob die Füchse wirklich vergiftet wurden, da sie nicht zur Untersuchung abgegeben wurden.

Der Anwohner hat alle Nachbarn angeschrieben, um sie zu warnen. Außerdem hofft er auf Hinweise, woher das Gift stammt. Es dürfte wohl in unmittelbarer Umgebung des Gartens ausgelegt oder durch Tiere dorthin verschleppt worden sein, vermutet er. Eine andere Möglichkeit komme nicht in Betracht, da sich die Hündin nur im Haus oder im Garten aufhalte. Bei Spaziergängen werde sie immer unter Aufsicht geführt. Mit der Warnung verbindet der Mediziner die Bitte, kein Gift in den Gärten oder in der angrenzenden Natur auszulegen, "zumal auch eine Gefährdung von Kleinkindern nicht auszuschließen ist".

In den Gärten an der Friedrichshöhe tauchen oft Stadtfüchse auf. "Es ist ein Revier, in dem sich die Füchse niedergelassen haben", sagte der Anwohner.

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