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Konstanz Studenten suchen dringend ein Zuhause

27.08.2012
Konstanz -  Stadt, Universität und Studentenwerk wollen gemeinsam an Immobilienbesitzer appellieren: Wegen Doppelabijahrgang ist Wohnraum heißer begehrt denn je

Diese Studenten haben eine Bude gefunden, klagten bei der Einweihung der Wohnanlage Sonnenbühl Ost im Juni über Baumängel und Nichtbeachtung der Prviatsphäre.  Bild: as

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Was bereits seit Jahren alle vermutet hatten, wird jetzt Realität: Der baden-württembergische Doppelabijahrgang drängt auch an die Universität Konstanz. Während es zwar Studienplätze gibt, sieht es beim Wohnraum schlechter aus. Die ohnehin angespannte Lage auf dem Konstanzer Wohnungsmarkt wird sich weiter verschärfen. Das sei jetzt schon abzusehen, sagte Hartmut Igney, Geschäftsführer des Studentenwerks Seezeit. Bereits derzeit sei die Nachfrage nach Wohnungen deutlich höher als in früheren Jahren. Deshalb wollen sich Studentenwerk, Stadt, Universität und HTWG zusammentun und einen Appell an Wohnungsbesitzer und Vermieter in Konstanz richten: „Wer immer noch eine Wohnung oder ein Zimmer zu vergeben hat, soll sich bei uns melden“, sagte Igney gegenüber dem SÜDKURIER. Noch im September werde man damit auch offensiv in die Öffentlichkeit gehen und unter anderem auch in Bussen dafür werben.

Etwas bessere Nachrichten gibt es unterdessen vom Wohnheim Sonnenbühl-Ost. Ende Juni war das Wohnheim offiziell eröffnete worden. Die Bewohner hatten diesen Termin auch genutzt, um auf vorhanden Baumängel und Kommunikationsprobleme mit dem Studentenwerk hinzuweisen. Inzwischen scheint sich die Lage beruhigt zu haben: „Wir merken, dass sich das Studentenwerk Seezeit mehr bemüht. Wir sind in guten Gesprächen“, sagte Julian Geiges, einer der neu gewählten Wohnheimsprecher. Die Baumängel an dem Neubau seien von der Architektin aufgenommen worden. Nun sollen die Baufirmen die Mängel nach und nach beheben. Das bestätigte Seezeit-Chef Hartmut Igney auf Nachfrage.

Zu Beginn des Semesters wollen die Bewohner der Anlage weitere Gespräche mit Seezeit führen, erklärte Geiges. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man gemeinsam vorankomme: „Wir sind froh, dass sich unser Protest gelohnt hat und sich jetzt wirklich etwas bewegt“, sagte Julian Geiges. Seezeit-Geschäftsführer Hartmut Igney erklärte zudem, dass man die Sorgen der Bewohner sehr ernst genommen habe. Alle Bewohner seien aufgerufen gewesen, ihnen bekannte Probleme am Bau zu melden. Zusätzlich sei die Architektin des Projekts durch die Anlage gelaufen und habe die Angaben der Studenten um weitere offensichtliche Probleme ergänzt.

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