Konstanz Studenten stellen sich gegen neue Wohnheime
Mehr Wohnraum ja, aber nicht so: Studenten im Protestcamp an der Uni. Bild: Bild: hanser
In der Stellungnahme (liegt dem SÜDKURIER vor) stellt sich die Studierendenvertretung der Universität Konstanz klar gegen die Pläne von zwei privaten Investoren. „Ein neues Wohnheim, das seine Zimmerpreise am Konstanzer Mietspiegel und seinen im Bundesdurchschnitt extrem hohen Mieten ausrichtet, verschärft die bestehende Wohnraumkrise weiter. Soziale Selektion, elitäres Denken und die Ausgrenzung finanziell schwacher Studierender schaden der Universität, der Stadt und nicht zuletzt auch der Cherisy und ihren Bewohnern“, heißt es in dem Schreiben.
Zwar begrüße man generell den Bau von neuer Wohnheime, die jetzt geplanten Projekte seien aber falsch, so die Studierendenvertreter. Geplant sind in der Chérisy zwei Wohnheime mit insgesamt 240 neuen Betten. In einem bemerkenswerten Appell an Politik und die Planer schreiben sie schließlich: „Entscheiden Sie nicht einseitig zu Gunsten der Studierenden. Es gibt Alternativen und Mittelwege die sich sozial gerechter, wirtschaftlich sinnvoller und bei Weitem nachhaltiger gestalten, als eine weitere Verdichtung im Gebiet der Cherisy“.
Das ist umso bemerkenswerter, als die Lage am studentischen Wohnungsmarkt in Konstanz seit Jahren dramatisch ist. Teuren Privatprojekten zieht der Asta eine andere Alternative vor. Man solle lieber die „Neue Arbeit“, die auch studentischen Wohnraum zur Verfügung stellt, stärker unterstützen: „Das Projek „Neue Arbeit“ stellt seit Langem günstigsten Wohnraum für Studierende in Konstanz zur Verfügung. Dennoch werden trotz des ausdrücklichen Wunsches stetig die Mittel für eine Erweiterung des Projektes versagt. Eine Investition stellt hier die für uns verträglichste und nachhaltigste Lösung des Konfliktes dar.“

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