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Konstanz

Streit um Sperrzeit bahnt sich an

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Es bahnt sich ein Streit zwischen den Konstanzer Wirten und der Stadtverwaltung an. Die Gastronomen fordern kürzere Sperrzeiten, wie sie das Land vorsieht. Die Stadt blockt aber.

Die Wirte wollen längere Sperrzeiten. Manu Roloff (rechts), Wirtin des „Salzbüchsle“: „Unser Wunsch wäre es, Freitag bis zwei Uhr offen zu haben. Dafür würden wir samstags auf eine Stunde verzichten. Freitag ist Konstanzer Tag, da sind viele unterwegs und es ist schade, die Gäste dann schon um eins heimschicken zu müssen.“
Hanser

Konstanz – Wann darf in Konstanz künftig das letzte Bier gezapft werden? Es bahnt sich wohl ein Streit um die Sperrzeiten an. Dieter Wäschle fordert, die vom Land vorgegebene Verordnung eins zu eins zu übernehmen. „Wir leben vom Tourismus, er wird immer wichtiger für die Stadt. Von daher ist eine verkürzte Sperrzeit sehr bedeutend“, sagte er zum SÜDKURIER (siehe Interview). Die Forderung ist nicht neu, schon in der Vergangenheit wollte die Gastronomie eine Lockerung der strengen Regeln in der Altstadt. Wolfgang Daub, Geschäftsführer der Dehoga-Geschäftsstelle in Konstanz, spricht von einer Ungleichbehandlung, da die Ladenöffnungszeiten längst liberalisiert seien, die Sperrzeiten aber nicht. „Baden-Württemberg ist mit diesem Vorstoß immer noch eines der Länder mit den längsten Sperrzeiten.“

Bewohner der Altstadt und von Stadelhofen hatten bereits bei früheren Vorstößen aus Lärmschutz-Gründen gegen eine Änderung protestiert. Doch das lässt Wolfgang Daub nicht gelten. „Das Thema Lärm und die Sperrzeiten dürfen nicht verwechselt werden. Man darf jetzt schon die Nachbarn nicht belästigen.“ Er habe in Sitzungen seines Verbandes auch immer wieder darauf hingewiesen, dass Lärm vermieden werden müsse. Er spricht von strengen Vorgaben: „Der Gastwirt muss von seinen Gästen immer verlangen, dass sie sich auf dem Heimweg gesittet benehmen.“

 

Die Stadtverwaltung denkt dennoch nicht daran, die Regeln in der Altstadt sowie Stadelhofen mit ihrer großen Kneipen-Dichte zu lockern. Es gehe um den Schutz der Anwohner, sagte Sprecher Walter Rügert: „Wir wollen, dass die Altstadt attraktiv bleibt.“ Daher plädierten Oberbürgermeister Horst Frank und das Bürgeramt für die jetzigen Sperrzeiten. In den anderen Stadtgebieten könne die Vorgabe des Landes dagegen umgesetzt werden.

Mit dem Thema muss sich allerdings noch der Gemeinderat befassen. Es sei geplant, noch im Dezember zu beraten, berichtete Walter Rügert.

KOMMENTARE [4]
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szmtag
Sperrzeiten

von Dreikoenig (3 Beiträge) 25.11.2009 21:33

Liebe Konstanzer, wir Heidelberger müssen im Moment zusehen, wie auf Grund der aktuellen
Sperrzeitenregelung unsere Altstadt langsam
unbewohnbar wird. Stichworte wie Gröler, Schläger, Wildpinkler, Dreck, Randale und Lärm.
Die höchsten Lärmpegel messen wir hier zwischen
22.00 und 4.00 Uhr am Morgen. Wir fordern
wieder die alte Sperrzeitenregelung von 24.00 bis
6.00 Uhr. Wir alle kennen die Probleme die Alkoholkonsum mit sich bringt. Wenn dann Horden von Betrunkenen bis in die Morgenstunden die Altstadt tyrannisieren, möchten wir ein großes Dankeschön an die Poliker richten, die dies zu verantworten haben, und nun nicht den Mut haben
diese absurde Sperzeitenregelung wieder rückgängig zu machen. Ganze Innenstädte werden zu rechtsfreien Zonen, die Ordnungskräfte und die
Polizei, personell unterbesetzt, werden dieser Situation nicht mehr Herr. Aber die brillianten Gehirnakrobaten der DEHOGA fordern faktisch die Aufhebung der Sperrzeit. Konstanzer wacht auf. Schütz eure Stadt.
szmtag
blablabla.....

von bididiku (43 Beiträge) 25.11.2009 22:28

blablablablablabla....


blabla!
szmtag
bididiku

von derposchtler (264 Beiträge) 26.11.2009 03:34

sehr geistreicher Kommentar.
zum Thema :
Wäre ich Anwohner der Altstadt würde ich eine längere Sperrzeit befürworten.
Als Touri im Sommer aber ärgerlich - darum : In den Ferienmonaten kürzere Sperrzeiten.
szmtag
@dreikoenig

von musiker (217 Beiträge) 26.11.2009 06:06

dem kann ich so nur zustimmen.

Allerdings verstehe ich die Politik nicht: einerseits wird der Verkauf von Alk nach 22Uhr verboten (Grund: Alkohol ist der Grund für sehr viele Straftaten, usw.), andrerseits soll die Sperrzeitenregelung fallen. Was glauben, was die Leute in den Kneipen trinken? Milch? Und sind es andere Menschen, die in Kneipen trinken? Die gehen dann ruhig ohne zu gröllen nach Hause? Kotzen nicht in die Ecke? Hmmm.

Das hat die Lobby (oups, da wären wir wieder beim Thema) ganze Arbeit geleistet.

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