Konstanz Startschuss für Oldtimer-Rallye „Mille Fiori“
03.09.2009
Konstanz (nea) Trotz der meist dezenten Farben strahlten die 59 Oldtimer mit den Blumen auf der Insel Mainau um die Wette. Vor dem Start der dritten Rallye „Mille Fiori“ versammelten die 50 Teilnehmerteams und die Begleitmannschaften ihre historischen Fahrzeuge vor dem gräflichen Schloss.
Graf Björn Bernadotte, Geschäftsführer der Lennart-Bernadotte-Stiftung, startete die viertägige Tour, die an den Sarnersee, den Lago Maggiore, den Thunersee und zurück an den Bodensee führt. „Alte Autos sind ein Kindheitstraum“, gestand Graf Björn. „Einen Ford Mustang oder einen Karman-Ghia würde ich gerne restaurieren.“. Derzeit mangele es ihm an Zeit für dieses aufwendige Hobby, bedauerte er. „Aber aufgegeben habe ich diesen Traum nicht. Die Leidenschaft für schnelle Autos liegt in unserer Familie. Mein Vater hatte einen der ersten Porsche 911 – in hellblauer Farbe“, berichtete Graf Björn weiter.
Gerhard Ruppenthal ist zum ersten Mal dabei. Zum 50. Geburtstag bekam er die Teilnahme geschenkt. Seine Partnerin Uta Döring hat dies mit Hilfe der Verwandtschaft möglich gemacht. Mit einem VW Karman-Ghia Baujahr 1969 sind die Beiden unterwegs. „Das heruntergekommene Auto habe ich vor rund 30 Jahren vom Schrottplatz geholt“, erzählte Ruppenthal.
„Mein Opel Diplomat aus dem Jahr 1969 ist ein Erbstück meines Großvaters“, berichtete Ralf Eberhardt. „Es war auch das Hochzeitsauto meiner Eltern. Und es ist unrestauriert im Originalzustand“, erzählte er weiter.
Als einziger mit einem Motorrad unterwegs ist Stefan Epp. Seine BMW ist Baujahr 1952. Sie ist seit rund 30 Jahren in seinem Besitz. „Die BMW ist meine Alltagsmaschine. Damit mache ich auch große Touren“, erklärte Epp.
Carlo Karrenbauer und seine Frau Heidrun schließen sich mit einer Triumph Spitfire aus den 60er Jahren an. „Auf der Fahrt ziehe ich eine Lederkappe und eine Fliegerbrille auf“, erzählte Carlo Karrenbauer, der damit authentisch sein möchte. „Ich habe alles daran gesetzt, dass ich bei dieser super organisierten Rallye mitfahren kann“, erklärte er.
Am Samstag kurz nach 15 Uhr wird die Mille Fiori wieder auf der Blumeninsel erwartet. Dann wird auch der Sieger der Rallye gekürt. Allerdings geht es dabei nicht um Tempo, sondern um Geschicklichkeit und Wissen.
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