Konstanz Stadtfüchse erobern Gärten und Parks
Spurensuche in einem Garten in Petershausen: Diese beiden Stadtfüchse wurden diesen Winter fotografiert. Viele Menschen beobachten die Zunahme der Wildtiere mit Sorge.
Konstanz – In den kalten Wintertagen sehen Gartenbesitzer vermehrt Füchse ums Haus schleichen. Die einen nehmen es gelassen, die anderen machen sich Sorgen um die Gesundheit. Denn Meister Reineke kann Krankheiten in sich tragen: Der Fuchsbandwurm ist gefährlich und auf den Menschen übertragbar.
Es ist aussichtslos, Füchse zu vertreiben. Sie sind schlau, so werden Lebendfallen kaum etwas bringen. „Die Tiere wandern relativ schnell wieder nach“, sagte Karl Gretsch, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen im Landratsamt. Der immer wieder geforderte Abschuss kommt ebenfalls nicht in Frage. Kreisjägermeister Karlheinz Störzer: „In der Stadt dürfen wir nicht jagen.“ Alle dauerhaft bewohnten Bereiche seien als befriedete Bezirke ausgewiesen, selbst einzelne Höfe in der Landschaft. Am Stadtrand sind Abschüsse dagegen möglich. „Aber dort ist der Bestand nicht so dicht wie in der Stadt, wo das Nahrungsangebot reicher ist.“ Er rät dringend davon ab, Füchse im Garten zu füttern. „Das ist nach wie vor ein Problem.“
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Der reich gedeckte Tisch ist ein Hauptgrund für den Wandel vom Wildtier zum Stadtbewohner. Komposthaufen in Gärten und Parks sind ein Mäuseparadies. Und die kleinen Nager gehören neben Regenwürmern, Schnecken und Fröschen zu den Lieblingsspeisen der roten Jäger. Befürchtungen von Anwohnern, die eigene Katze könnte ebenfalls zum Opfer werden, sind aus Sicht von Jörg Bambusch von der Stadtverwaltung, Fachbereich Umwelt, gering: „Da holt sich der Fuchs nur eine blutige Nase.“
Dennoch erlegen die Jäger jährlich viele Füchse im Kreis: zwischen 2000 und 3000. „Der Fuchs hat keinerlei natürlichen Feinde bei uns“, begründet Karlheinz Störzer. Die Population müsse aber begrenzt werden, weil er eben Krankheiten übertrage.
Vertreter von Behörden und Städten im Landkreis werden demnächst bei einem Treffen abstimmen, welche Maßnahmen generell sinnvoll sind.

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