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Konstanz Stadtfüchse erobern Gärten und Parks

30.01.2009
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Die Klagen über Stadtfüchse reißen nicht ab. Bürger berichten von Tieren, die im Kompost wühlen oder sich auf dem Rasen sonnen. Die Tiere können für den Menschen sehr gefährlich werden.

Konstanz – In den kalten Wintertagen sehen Gartenbesitzer vermehrt Füchse ums Haus schleichen. Die einen nehmen es gelassen, die anderen machen sich Sorgen um die Gesundheit. Denn Meister Reineke kann Krankheiten in sich tragen: Der Fuchsbandwurm ist gefährlich und auf den Menschen übertragbar.

Es ist aussichtslos, Füchse zu vertreiben. Sie sind schlau, so werden Lebendfallen kaum etwas bringen. „Die Tiere wandern relativ schnell wieder nach“, sagte Karl Gretsch, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen im Landratsamt. Der immer wieder geforderte Abschuss kommt ebenfalls nicht in Frage. Kreisjägermeister Karlheinz Störzer: „In der Stadt dürfen wir nicht jagen.“ Alle dauerhaft bewohnten Bereiche seien als befriedete Bezirke ausgewiesen, selbst einzelne Höfe in der Landschaft. Am Stadtrand sind Abschüsse dagegen möglich. „Aber dort ist der Bestand nicht so dicht wie in der Stadt, wo das Nahrungsangebot reicher ist.“ Er rät dringend davon ab, Füchse im Garten zu füttern. „Das ist nach wie vor ein Problem.“

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Leser-Bilder: Wer hat den Fuchs gesehen?

Der reich gedeckte Tisch ist ein Hauptgrund für den Wandel vom Wildtier zum Stadtbewohner. Komposthaufen in Gärten und Parks sind ein Mäuseparadies. Und die kleinen Nager gehören neben Regenwürmern, Schnecken und Fröschen zu den Lieblingsspeisen der roten Jäger. Befürchtungen von Anwohnern, die eigene Katze könnte ebenfalls zum Opfer werden, sind aus Sicht von Jörg Bambusch von der Stadtverwaltung, Fachbereich Umwelt, gering: „Da holt sich der Fuchs nur eine blutige Nase.“


Gemüse gründlich waschen

Das Fuchs-Faltblatt der Stadt kann beim Bürgeramt oder im Internet bezogen werden. Darin gibt es so wichtige Tipps, wie Beeren und Gemüse gründlich zu waschen oder – um sicher zu gehen – zu kochen, Hunde und Katzen regelmäßig zu entwurmen, keine Gegenstände oder Spielsachen über Nacht im Garten liegen zu lassen oder Müllsäcke erst morgens vors Haus zu stellen. Der Fachbereich Umwelt wirbt zugleich für einen toleranten Umgang mit Wildtieren. Sie bereicherten schließlich die Natur. Ähnlich sieht es Thomas Schaefer, Geschäftsführer des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz): „Es ist ein natürlicher Vorgang, dass Tiere Lebensräume in Beschlag nehmen.“

Umfrage: Nur der Bandwurm macht Angst

Dennoch erlegen die Jäger jährlich viele Füchse im Kreis: zwischen 2000 und 3000. „Der Fuchs hat keinerlei natürlichen Feinde bei uns“, begründet Karlheinz Störzer. Die Population müsse aber begrenzt werden, weil er eben Krankheiten übertrage.

Vertreter von Behörden und Städten im Landkreis werden demnächst bei einem Treffen abstimmen, welche Maßnahmen generell sinnvoll sind.

Wer hat den Fuchs gesehen?  
@ stadtfux
Von unbekannt
zusätzlich gibts beim Kreisjagdamt eine Broschüre über den Fuchs(x)bandwurm. Ist sehr informativ.
nicht wirklich gefährlich - HOPP FUX
die Konstanzer Stadtfüxe werden in den näxten wochen nicht nur gärten und parks erobern, sondern ...
Fuchsbandwurm
Von unbekannt
da die Fuxbandwurmeier mit dem Kot des Fuchses ausgeschieden werden, stellt sich für mich die ...
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