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Konstanz St. Verena bekommt Groß-Orgel

Der Jahrzehntelange Marathon um eine neue, mechanische Orgel in St. Verena geht in den Schlussspurt.

In einem Jahr soll die neue Orgel in St. Verena stehen. Bis dahin werben Bernhard Winter (Vorstand Kirchenchor von links), Stefan Benner (Dirigent), Bernd Zimmermann (Pfarrer) und Doris Rudolf (Stiftungsrätin) Unterstützer.
In einem Jahr soll die neue Orgel in St. Verena stehen. Bis dahin werben Bernhard Winter (Vorstand Kirchenchor von links), Stefan Benner (Dirigent), Bernd Zimmermann (Pfarrer) und Doris Rudolf (Stiftungsrätin) Unterstützer. | Bild: Rindt

Das Erzbischöfliche Ordinariat hat den Neubau des Instruments genehmigt. Der Finanzierungsplan des Stiftungsrats von St. Verena für das 270 000 Euro teure Instrument steht. Rund 126 000 Euro sind nach Angaben von Pfarrer Bernd Zimmermann durch Rücklagen und Spenden finanziert, dazu kommen weitere 52 000 Euro an Zuschüssen. Bis zu 90 000 Euro sind als Darlehen notwendig. Doch die Kirchengemeinde arbeitet daran, dass möglichst wenig Geld aufgenommen werden muss. Mit einem Benefizkonzert am Samstag, 15. September, startet sie den einjährigen Spenden-Endspurt. Er endet beim Festkonzert mit der neuen Orgel am 15. September 2013.

Die Fachfirma Metzler im schweizerischen Dietikon baut die neue Orgel, die das kleine, elektronische Instrument ersetzen soll, mit dem sich St. Verena derzeit begnügen muss. Für die Elektronikorgel wäre jedenfalls Ersatz notwendig geworden, denn sie sei dabei, den Geist aufzugeben, sagt Zimmermann. Der Pfarrer gehört zu den treibenden Kräften, die sich gegen den Widerstand einiger in der Gemeinde für den Orgelneubau einsetzen. Denn manche glauben mit Blick auf die Praxis in anderen Gemeinden, es werde bis in zehn Jahren kaum noch Gottesdienste in St. Verena geben und die Orgel damit überflüssig werden. Zimmermann dagegen sieht die Möglichkeit, mit dem Orgelneubau Zeichen des Aufbruchs zu setzen und mit dem attraktiven Instrument das Interesse am Gemeindeleben zu erhalten und neu zu wecken. Für Dettingen habe das Instrument auch kulturellen Wert, sagt Stefan Benner, Dirigent und Leiter des Kirchenchors. Er weist darauf hin, dass die Gemeinde langfristig von der Orgel profitiere. Sie habe eine Lebensdauer von 100 Jahren. Mit dem Instrument sei es möglich, neues geistliches Liedgut zu intonieren, aber freilich auch klassische Werke.

Die neue Orgel soll von der Ausstattung her zu einem der stattlicheren Instrumenten gehören. Der Kirchenraum eignet sich nach Angaben Benners für so eine Orgel: „Die Resonanz ist toll. Ich sage immer, die Kirche singt mit.“ Die neue Orgel bekommt ein Gehäuse aus Eichenholz, das die Schweizer Firma aus den heimischen Wäldern holt. Bürger können den Spezialisten auch einmal über die Schultern schauen. Im Rahmen der vielen Aktionen und Konzerte von St. Verena für die Orgel ist auch eine Exkursion zum Orgelbauer geplant. Im nächsten Sommer soll der Aufbau der Orgel in St. Verena beginnen. In etwa zwei Wochen dürfte sie stehen. Sehr viel länger wird es dauern, bis sie gestimmt ist, also die Klangfarbe des Instruments voll zur Entfaltung kommt.

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