Konstanz"Sprache ist der Schlüssel" [0]
Hier ist das Angebot: Elke Cybulla, Integrationsbeauftragte der Stadt Konstanz, präsentiert die neue Broschüre zum Thema Integration.
Konstanz (jun) Eine neue Broschüre zum Thema Integration soll für mehr Zulauf in den Integrationssprachkursen sorgen. Die Broschüre ist ein gemeinsames Projekt von Konstanzer Sprachkursträgern, Migrationserstberatungsstellen und der Stadtverwaltung. Unterstützt wurde es außerdem vom Regionalkoordinator des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Albert Versteeg. Elke Cybulla, die Integrationsbeauftragte der Stadt Konstanz, stellte die Broschüre mit dem Titel "Sprache ist der Schlüssel für erfolgreiche Integration" jetzt vor. Ziel sei die Erhöhung der Teilnehmerzahl in Integrationssprachkursen, sagte Cybulla. In insgesamt neun Sprachen, wie etwa Arabisch, Türkisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch erläutert die Broschüre kurz und prägnant das Konzept der Integrationssprachkurse. Um möglichst viele Betroffene zu erreichen, soll sie in Konstanzer Schulen und Kindergärten verteilt werden und in möglichst vielen interkulturellen und internationalen Einrichtungen sowie der Arbeitsagentur und dem Jobcenter ausliegen. Die am täglichen Sprachgebrauch orientierten Integrationskurse dauern in der Regel 600 Stunden, an die sich ein 45-stündiger Orientierungskurs anschließt. Der Kurs endet mit einer Prüfung für die Ausstellung des Zertifikates Deutsch/B1. "Das Zertifikat ermöglicht dem Teilnehmer die Wartezeit bis zur Einbürgerung um ein Jahr zu verkürzen" betonte Albert Versteeg. Zudem können die Kurskosten zur Hälfte erstattet werden, wenn der Teilnehmer den Test beim ersten Versuch besteht. Bedingung für eine Kursteilnahme ist ein Aufenthaltsrecht oder der Besitz eines deutschen Passes. Seit der Einführung der Integrationssprachkurse infolge des Zuwanderungsgesetzes vom 1. Januar 2005 hielt sich die jährliche Teilnehmerzahl bei rund 200 konstant. Die Zahl derer, die schon lange in Konstanz leben, ohne über ausreichende Deutschkenntnisse zu verfügen, sei vermutlich immer noch hoch, sagte Cybulla. Flexible Kurszeiten und spezielle Kinderbetreuungsangebote während der Kurse sollen besonders Mütter mit kleinen Kindern angesprechen. Laura Pacilli von der Volkshochschule Konstanz-Singen sprach von einem erkennbar starken Integrationswillen. "Die Teilnehmer kommen gerne in die Kurse. 75 bis 85 Prozent bleiben dabei und legen die Prüfung ab", betonte sie. Durch das Erlernen der deutschen Sprache sollen noch mehr Eltern die Möglichkeit haben, am alltäglichen Leben teilzunehmen und ihren Schulkindern zu helfen. Weitere Artikel zu: Konstanz, |


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