Konstanz -
Sport und Glamour, Kameradschaft und neue Begegnungen: All das machte das Wassersportereignis aus
Eine traumhafte Kulisse: Vor dem Konstanzer Konzil läuft ein prächtiges Segelboot in den Konstanzer Hafen ein, der Bodensee zeigte sich am Samstag als Wassersportrevier von seiner schönsten Seite.
Bild: hanser
Es geht auch um sportlichen Wettbewerb: Regatten prägen die Bodenseewoche.
Zufriedene Organisatoren: Fred Schmid (links) und Robert Hallmann am Sonntag.
Toll inszeniert: Schönes Paar auf schönem Boot beim Concours d' Elegance
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Für alle, die einmal Feuerwehrmann werden wollten oder wollen: Kostenlose Rundfahrten mit dem Löschboot der Konstanzer Feuerwehr lockten auch Nicht-Wassersportler an.
Alles im Griff: Besucher bei einer der begehrten Rundfahrten an der Löschkanone.
So viel Spaß muss sein: Beim Rudern im Konstanzer Hafenbecken ging es auch um originelles Auftreten – und den Beweis, dass die Wassersportgemeinde viele Facetten hat.
Flanieren, schauen, staunen: Auf der Hafenmeile genossen die Gäste das maritime Ambiente der Bodenseewoche.
Was für ein Anblick: Die „Hohentwiel“ war ebenfalls zu Gast in Konstanz und legte am Samstagabend mit einer glanzvollen Festgesellschaft ab.
Dinner an Bord: Auf der 110 Jahre alten Rennyacht „Runag“ lassen es sich die Segler vom Yachtclub Bregenz schmecken.
Kameradschaft und Neugier, Technikbegeisterung und Unterhaltung, gesellschaftlicher Glanz und unverkrampfte Öffnung zur Öffentlichkeit: Die Internationale Bodenseewoche, zum vierten Mal seit der Wiederbelegung im und rund um den Konstanzer Hafen ausgerichtet, hat den Veranstaltern und Gästen all das gebracht, was sie sich erhofft haben. Und Robert Hallmann als Organisator fiel am Sonntagabend ein Stein vom Herzen. Zwar haben der zunächst schlechte Wetterbericht und der Termin mitten in den Ferien den einen oder anderen vielleicht vom Kommen abgehalten. Doch am Ende schätzte er fast 80 000 Besucher. Die Zufriedenheit stand dem smarten Segler ins Gesicht geschrieben.
Den wohl schönsten Tag erlebte die Bodenseewoche am Samstag – mit gutem Wind für die Regatten, dichten Menschentrauben an den Ständen, nächtlichen Vorführungen vom Feuerlöschboot, Wasserski-Akrobatik und gesellschaftlichen Höhepunkten im Hafen und an Bord des historischen Schaufelraddampfers „Hohentwiel“. Mitglieder aus den 17 eingebundenen Vereinen pflegten alte Kontakte und knüpften neue, Segler und Motorbootfahrer tauschten sich über das Neueste aus der Welt der Technik aus, Besucher ohne eigenes Boot mussten sich nicht als Zaungäste fühlen, sondern bekamen überall bereitwillig Auskunft und Einblick in die Welt des Wassersports.
Wie sehr die Bodenseewoche eine breite Öffentlichkeit anspricht, zeigte sich in vielen Szenen. Dichte Menschentrauben bildeten sich beispielsweise sogar am wolkenverhangenen Sonntagnachmittag an der Hafenpromenade, wo die Konstanzer Feuerwehr Rundfahrten mit ihrem Löschboot „Landesbranddirektor Heinz Schäfer“ anbot. Vor allem Familien mit Kindern machten von der seltenen Gelegenheit derart rege Gebrauch, dass es zeitweise zu Wartezeiten kam.
An den Ständen der Aussteller in der Hafenstraße konnten die Besucher Nützliches für Wassersportler bestaunen, sich über Segelreisen bis in die Karibik informieren, die unterschiedlichsten Segeltuche in Mustern auch einmal in die Hand nehmen und die passende Mode für den Törn wie auch für abendliche Landgänge erstehen. Eine breite Palette boten Zubehör- und Bootshändler, deutlich festzustellen war der Trend zum Elektroantrieb. Bewunderung ernteten elegante Segelyachten an den Liegeplätzen 6 und 7, die die Bodensee-Schiffsbetriebe eigens freigemacht hatten.
Auch im Stadtgarten war viel los: Der Kunst- und Kreativmarkt wurde recht rege angenommen. Kinder konnten einen spontanen Kurs in maritimer Malerei – auf Segeltuch selbstverständlich – wahrnehmen. Auch die Stände mit Kunsthandwerk und allerhand Nützlichem und Schönem waren dicht umlagert. Ein breites Angebot von Besen und Bürsten über Schmuck bis hin zu Design-Wohnungseinrichtung aus Stahl zauberte eine Atmosphäre, die kein anderes Konstanzer Fest in dieser Form zu schaffen vermag.
Die Möglichkeit, ganz zwanglos mit der Wassersport-Szene in Kontakt zu kommen, wurde von vielen Besuchern ausdrücklich gelobt. Und das galt nicht nur für den Traumwetter-Tag am Samstag, sondern auch für den Sonntag – Wind und Wasser auch von oben schreckte bis in den Nachmittag hinein kaum. „Das war“, sagte ein Gast am Sonntagabend zu seiner Begleiterin, „eigentlich ein schönes Fest und gar nicht so sehr ein Schaulaufen der Reichen und Schönen, wie ich dachte.“
Für die Zeit vom 23. bis 26. Mai wird der Konstanzer Altstadthafen zum Treffpunkt für Segler, Ruderer, Motorboot- und Oldtimerfahrer. Hunderte Teilnehmer aus der ganzen Welt tragen dann ihre Wettkämpfe auf dem Wasser und zu Lande aus.
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