Die Orgel von St. Gebhard fiel jüngst aus. Dank der Finesse der Organisten konnte das Problem gelöst werden. Doch eines steht fest: Die Bauteile sind marode und es ist nur eine Frage der Zeit, wann das Instrument komplett ausfällt. Der Orgelbauverein St. Gebhard ist sehr aktiv, um die Finanzierung einer neuen Orgel zuwege zu bringen.
Konstanz - 800000 Euro werden für "die Königin der Instrumente" veranschlagt. Mehr als 42000 Euro hat der Verein mittlerweile angespart. Noch ist es "Zukunftsmusik", meint Pfarrer Andreas Rudiger, wenn er von der Einweihung der neuen Orgel spricht. Gleichwohl ist er frohen Mutes, dass das Ziel irgendwann erreicht wird, denn die Mitglieder des Orgelbauvereins sind engagiert und sprechen von "einer Vision, deren Verwirklichung wir erleben wollen".
Der Verein ist auf einem guten Weg, wie den Berichten des Vorsitzenden Wolfgang Müller-Fehrenbach und des Kassierers Dieter Herold zu entnehmen war. Bereits im Jahr 2003 wurde ein Förderkreis für den Orgelneubau gegründet, aus dem vor 14 Monaten der Orgelbauverein St. Gebhard entstand. "Wir haben viele Aktivitäten gestartet, um das edle Vorhaben einer leistungsfähigen Orgel zu realisieren", sagte Müller-Fehrenbach. Er nannte unter anderem Öffentlichkeitsarbeit, Verbesserung der Homepage, Gestaltung und Verteilung einer Informationsschrift sowie Mitgliederwerbung und Suche nach Förderern, Spendern und Sponsoren. Mit dem Ergebnis ist Müller-Fehrenbach zufrieden: 69 Mitglieder hat der Orgelbauverein mittlerweile.
Die Schirmherrschaft haben Erzbischof Robert Zollitsch und Wilderich Graf Bodman übernommen. Die Liste der prominenten Unterstützer aus Politik, Kirche, Kultur und Wirtschaft kann sich schon sehen lassen. Die Suche nach weiteren Sponsoren gestaltet sich nicht einfach. Umso mehr freut sich der Vorsitzende, dass die Sparkasse Bodensee als Hauptsponsor auftritt. Über mehr als 42000 Euro Vermögen verfügt der Orgelbauverein bereits, wie Kassierer Dieter Herold feststellt. Dieses kann durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Sponsoring und Aktionen, wie Benefizkonzerte, zusammen. Ziel des Vereins ist nun, noch mehr Mitglieder, Gönner und Förderer zu gewinnen, denn "wir sind froh über jeden Euro", so Wolfgang Müller-Fehrenbach. Schließlich sind für die neue Orgel rund 800000 Euro veranschlagt. Auch wenn für die Disposition der neuen Orgel (drei Manuale und Pedal mit 48 Registern) die Organisten Peter Marksteiner und Andreas Konrad verantwortlich zeichnen und nur noch an Nuancen gefeilt werden muss, braucht es noch viel Zeit und Geld, bis der Neubau in Auftrag gegeben werden kann.
Der Tatendrang der Mitglieder lässt nicht nach. Viele Aktivitäten sind in Planung. So ist angedacht, an Christi Himmelfahrt in St.Gebhard einen Tag der offenen Tür zu veranstalten mit Foto-Ausstellung der bestehenden Orgel, welche 1931 eingeweiht und 1961 modernisiert wurde. Dabei werden die Schwachpunkte dargelegt und vor allem wird auf die maroden Teile der Orgel hingewiesen. Über weitere engagierte Helfer, Ideengeber, Spender und Sponsoren würde sich der Orgelbauverein freuen.